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		<title>DIE LINKE Schleswig-Holstein</title>
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		<description>Aktuelle Meldungen aus dem Landesverband</description>
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			<title>DIE LINKE Schleswig-Holstein</title>
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		<lastBuildDate>Wed, 01 Sep 2010 16:39:00 +0200</lastBuildDate>
		
		
		<item>
			<title>Nach dem Wahlrechtsurteil in Schleswig-Holstein: Neuwahlen ja – aber wann? </title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/nach-dem-wahlrechtsurteil-in-schleswig-holstein-neuwahlen-ja-aber-wann/</link>
			<description>Das schleswig-holsteinische Landesverfassungsgericht hat das bestehende Wahlrecht, wie erwartet,...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Das schleswig-holsteinische Landesverfassungsgericht hat das bestehende Wahlrecht, wie erwartet, als in Teilen „verfassungswidrig“ erklärt. Die Richter gaben damit einer Normenkontrollklage von Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW) gegen das geltende Wahlgesetz und die derzeitige Zusammensetzung des Kieler Landtags recht. Demnach muss das Kieler Parlament bis Mai 2011 ein neues Wahlgesetz erarbeiten und verabschieden, auf dessen Grundlage spätestens im September 2012, zwei Jahre vor Ende der regulären Legislaturperiode ein neuer Landtag zu wählen ist.<br /><br />Die CDU hatte bei der letzten Landtagswahl über die Erststimmen 34 von 40 Wahlkreisen und damit elf Sitze mehr gewonnen, als ihr nach dem Zweitstimmenanteil zugestanden hätten (Überhangmandate). Die daraufhin zum als Ausgleich vergebenen 22 weiteren Sitze führten zu einer Vergrößerung des Landtags von 69 auf schließlich 95 Abgeordnete, reichten aber dennoch nicht aus, um sämtliche Überhangmandate auszugleichen. Die zulasten der anderen Parteien vorgenommene Begrenzung des Sitzausgleichs war wesentlicher Kritikpunkt sowohl der – abgewiesenen – Wahlprüfungsbeschwerden der LINKEN, als auch des von Grünen und SSW angestrengten Normenkontrollverfahrens, das nun entschieden wurde. Bei einem vollen Ausgleich der Überhangmandate wäre es zu anderen Mehrheiten im Landtag gekommen.<br /><br />Das Landesverfassungsgericht sieht für seine Entscheidung zwei wesentliche Gründe:<br /><br />1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Um die Anzahl von 69 Abgeordneten im Landtag nicht übermäßig anwachsen zu lassen, sei eine „geringfügige Überschreitungen der Regelgröße“ zuzulassen und ein Eingriff in die Wahlgleichheit durch Begrenzung des Ausgleichs von Überhangmandaten zu rechtfertigen. Eine derartig eigenwillige Auslegung, wie sie dann zugunsten der CDU vorgenommen wurde, geht aber selbst dem Verfassungsgericht zu weit. „Entscheidend ist, dass das Ergebnis der Landtagswahl 2009 sich nicht als vernachlässigenswerter Ausnahmefall darstellt.“<br /><br />Die Verzerrung war in der Tat beachtlich: Schwarz-Gelb hatte im Vergleich zu den im Landtag vertretenen Oppositionsparteien 27.945 weniger Zeitstimmen geholt. Während die CDU 14.871 Stimmen pro Mandat zugerechnet wurden, waren es bei der SPD 16.306. DIE LINKE benötigte für ein Mandat 19.153 Stimmen.<br /><br />2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zu Beanstanden ist nach Meinung des Gerichts zweitens der Zuschnitt der Wahlkreise. Die gegenwärtigen Regelungen über die Bildung, die Größe und Anzahl der Wahlkreise beförderten wegen der unterschiedlichen Bevölkerungszahl unausgewogenen Festsetzungen. Im kleinsten Wahlkreis Husum-Land leben 42.037 und im größten Wahlkreis Segeberg-Ost&nbsp; 69.408 Wahlberechtigte.<br /><br />Nach dieser Entscheidung sind die politischen Verhältnisse in Schleswig-Holstein noch unübersichtlicher geworden. Der einsetzende Streit um die Umsetzung der richterlichen Entscheidung ist nur folgerichtig: Schwarz-Gelb möchte das radikale Haushaltskonsolidierungspaket und den Doppelhaushalt 2011/12 möglichst noch durchziehen und favorisiert einen Wahltermin im Herbst 2012. Geradezu autistisch erklärt Ministerpräsident Carstensen: Das Ziel, den Landeshaushalt zu konsolidieren, sei eine noch größere Herausforderung als das Urteil. Um aus der „Schuldenfalle“ heraus zu kommen, hat die Landesregierung ein Sparpaket (Abbau von Beschäftigung im Öffentlichen Dienst, Beschneidung öffentlicher Dienstleistungen und Privatisierungen) auf den Weg gebracht, dass die Klärung der Zukunftschancen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft und der Mehrheit der BürgerInnen völlig aus dem Auge verloren hat. Im Ergebnis dieser Kürzungspolitik werden die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes weiter geschwächt und die Lebensverhältnisse für die BürgerInnen verschlechtert.<br /><br />Die Alternative zu dieser perspektivlosen Politik besteht in Investitionen in einen für Schleswig-Holstein unverzichtbaren wirtschaftlichen&nbsp; Strukturwandel und einem Landesprogramm gegen Armut. In diesem Zusammenhang sind ein gesetzlicher Mindestlohn und armutsfeste Transfers-&nbsp; und&nbsp; Alterseinkommen zentrale erste Schritte.<br /><br />Die öffentlichen Investitionen sind darauf auszurichten, dass sie die regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken und einen Umbau der Wirtschaft in Richtung einer solidarischen Ökonomie einleiten (so bei neuen Technologien im Bereich Energie, Gesundheit,&nbsp; Bildung&nbsp; etc.).<br /><br />Die Kommunen sind kaum mehr in der Lage, ihrem Auftrag zur Ausgestaltung der gemeinschaftlichen Grundversorgung nach zu kommen. Die Kommunen brauchen einen Schutzschirm, um in den nächsten Jahren ihre Handlungsfreiheit zu erhalten.<br /><br />DIE LINKE wird auch weiterhin für die Rücknahme des von Schwarz-Gelb durchgesetzten Sparkassengesetzes eintreten. Mit nur einer Stimme hat die schwarz-gelbe Koalition dieses gegen alle Widerstände durchgesetzt. DIE LINKE lehnt alle Versuche ab, die Kontrolle über die Sparkassen mittels Einführung z.B. von übertragbarem Stammkapital an andere öffentlichen-rechtliche Institutionen (wie z.B. der HASPA) regional aus der Hand zu geben und für private Investoren und deren Renditeziele zu öffnen. Es ist ein Gebot demokratischer Kontrolle, dass die politischen Entscheidungen in den Sparkassen ebenfalls von Menschen aus der Region getroffen werden.<br /><br />Grüne, LINKE und SSW sprechen sich für möglichst zügige Neuwahlen aus. Aus einer NDR-Umfrage vom Tage geht hervor, dass Rotgrün eine Mehrheit bilden könnte ohne DIE LINKE. Neuwahlen sind ein Gebot der demokratischen Kultur. Der harte Punkt wird sein, ob es der politischen Linken gelingt, angesichts der desaströsen finanzpolitischen Verhältnisse im Land, den BürgerInnen eine glaubwürdige politische Alternative zum perspektivlosen schwarz-gelben Kürzungs- und Sparkurs anzubieten.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 16:39:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gerecht geht anders – Wir zahlen nicht für eure Krise!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/gerecht-geht-anders-wir-zahlen-nicht-fuer-eure-krise-1/</link>
			<description>In der Finanz- und Wirtschaftskrise hat Schleswig-Holstein besonders gelitten. Immer neue...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">In der Finanz- und Wirtschaftskrise hat Schleswig-Holstein besonders gelitten. Immer neue Milliarden werden in die marode HSH Nordbank gepumpt, die Kommunen leiden unter Einnahmeausfällen. Die Schuldenbremse, von allen Parteien außer der LINKEN beschlossen, nimmt dem Land die Handlungsfähigkeit. Schwarz-gelb will, dass sozial Schwache, Frauen, Kinder und Minderheiten die Suppe auslöffeln, die ihnen Banken, Wirtschaft und Politik eingebrockt haben: <br /><br />Etwa zehn Prozent der Stellen im öffentlichen Dienst sollen bis 2020 abgebaut werden, der Großteil in der Bildung. Das dritte beitragsfreie KiTa-Jahr wird gestrichen, ebenso wie das Programm „Kein Kind ohne Mahlzeit“. Kosten für die Schülerbeförderung werden nicht mehr übernommen. Das Blindengeld soll halbiert, das Universitätsklinikum privatisiert und die Ausgaben im Kulturbereich drastisch zurückgefahren werden. Die Unis in Kiel, Flensburg und Lübeck erwarten harte Einschnitte. <br /><br />DIE LINKE stellt sich diesen Plänen als Teil eines breiten Bündnisses entgegen. Wir wollen nicht nur einzelne Maßnahmen aus diesem brutalen Kürzungspaket herausbrechen; das gesamte Paket muss samt seinen Verursachern zu Fall gebracht werden! Statt auf neoliberale Konzepte von vorgestern, setzt DIE LINKE auf einen Politikwechsel hin zu einer solidarischen und ökologischen Form des Wirtschaftens und Lebens.<br /><br />Konkret: Nicht grundwichtige Ausgaben kürzen, sondern Einnahmen erhöhen! Hier müssen die Verursacher der Krise in die Verantwortung genommen werden. Damit die Einnahmen der Kommunen steigen können, müssen die Menschen mehr Geld in der Tasche haben. Neben der Streichung des Kürzungspaketes fordern wir ein Landesprogramm gegen Armut, um die soziale Spaltung zu bekämpfen. Auch die Bundesregierung ist gefragt, um die Einnahmenseite zu stärken durch eine gerechte Verteilung des Reichtums in unserem Land. Hier ist noch einiges möglich: Durch flächendeckende Mindestlöhne, die Erhöhung des Spitzensteuersatzes, die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine BürgerInnenversicherung, die auch Einkommen und Vermögen der Wohlhabenden einbezieht.</p>
<h3><a href="fileadmin/user_upload/dokumente/pdf/Flyer_A5_gegen_Kuerzungen.pdf" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >Flyer zum Download</a></h3>
<p class="bodytext"><a href="http://www.dielinke-kiel.de/nc/politik/aktuelles/detail/zurueck/aktuelles-1/artikel/gerecht-geht-anders-wir-zahlen-nicht-fuer-eure-krise/" title="Opens external link in new window" target="_self" class="external-link-new-window" >Kreisverband Kiel: Gerecht geht anders!</a><br /><a href="http://gerecht-geht-anders.de/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >ver.di Aktionsseite</a><br /><a href="http://www.nord.dgb.de/files/aufruf-demo-2010-09-08.pdf" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >DGB-Aufruf zum Download</a></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Soziales</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 10:41:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Feste Fehmarnbelt-Querung in Schleswig-Holstein nicht mehrheitsfähig</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/feste-fehmarnbelt-querung-in-schleswig-holstein-nicht-mehrheitsfaehig/</link>
			<description>Unter der Überschrift „Feste Fehmarnbelt-Querung verhindern“ reisen Politikerinnen und Politiker...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Unter der Überschrift „Feste Fehmarnbelt-Querung  verhindern“ reisen Politikerinnen und Politiker der Partei DIE LINKE  durch insgesamt 13 Orte an der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern und  Schleswig-Holstein.  </p>
<p class="bodytext">Die Bundestagsabgeordneten Herbert Behrens, Mitglied  des Verkehrsausschusses, und Cornelia Möhring, Abgeordnete aus  Schleswig-Holstein, sowie die Landtagsabgeordneten Antje Jansen und  Björn Thoroe stellen nach Besuchen und Gesprächen mit Bürgerinnen und  Bürgern in Ostholstein von Lübeck über Fehmarn und Heiligenhafen bis  nach Ratekau fest: „Die Menschen dort, egal ob Feriengäste oder  Einheimische lehnen die feste Fehmarnbelt-Querung ab. Die Argumente der  LINKEN werden geteilt. Der Brückenbau und die dadurch notwendige  Hinterlandanbindung lässt sich wirtschaftlich nicht begründen, die  Kosten sind erheblich höher als der Nutzen und mehr noch: Wenn es  überhaupt Nutznießer des Projektes geben sollte, dann wären es  Unternehmen in den Metropolregionen Kopenhagen und Hamburg. Die  Ostholsteinische Tourismusregion würde zur Transitstrecke für den  Fernverkehr verkommen, und die Menschen werden ausschließlich die  negativen Folgen zu tragen haben.“ Das Megaprojekt sei noch zu  verhindern, sind sich die Politiker sicher. „Erst in drei Jahren wird  das dänische Folketing zu entscheiden haben. Bis dahin wird sicher sein,  dass die Ausstiegsklausel aus dem Staatsvertrag angewendet werden  muss“, sagt der Verkehrspolitiker Herbert Behrens.  </p>
<p class="bodytext"><br />In Sierksdorf hatte DIE LINKE zu einem  Podiumsgespräch mit Experten eingeladen. Malte Siegert, Sprecher der  Allianz gegen eine feste Fehrmarnbelt-Querung, Horst Weppler,  Fachdienstleiter für Regionale Planung des Landkreises Ostholstein, und  der LINKEN-Verkehrspolitiker Herbert Behrens diskutierten unter Leitung  von Cornelia Möhring den Sachstand und die Konsequenzen des  Milliardenprojekts. „Im Bundestag haben wir die Aufgabe übernommen, alle  offiziellen Zahlen des Projekts zu überprüfen. Wir werden in  Zusammenarbeit mit den Bürgerinitiativen alle zweifelhaften Annahmen in  Sachen Zugverkehr und Güterverkehrsaufkommen angreifen und die Planer  zwingen, alle offenen Fragen der Bürgerinnen und Bürger zu beantworten“,  sagt der Bundespolitiker Behrens. </p>
<p class="bodytext">In Burg auf Fehmarn begrüßten Mitglieder der  Allianz gegen eine feste Fehrmarnbelt-Querung am Mittwoch das Engagement  der LINKEN im Bundestag und im Landtag. Björn Thoroe und Antje Jansen,  Mitglieder des Landtages, sehen sich in ihrer Einschätzung bestätigt:  „Die Leute, mit denen wir heute gesprochen haben, wollen das Projekt  nicht. Die Menschen vor Ort fürchten um ihre Existenzgrundlage. Unsere  nächste Aufgabe als Landtagsfraktion wird sein, gemeinsam mit unseren  Kommunalpolitikern Unterstützung für sie zu organisieren. Bei der  Durchführung des Raumordnungsverfahrens werden wir einen wesentlichen  Beitrag dazu leisten, dass die Zweifel am Projekt gehört werden. Das  bietet die Chance, neu zu entscheiden und den Bau über den Rechtsweg zu  verhindern.“<br />Am Donnerstag standen Informationsgespräche mit  Gästen und Einwohnern von Eutin, Timmendorfer Strand und Ratekau auf dem  Plan der LINKEN-Politiker. Auch hier waren es die Auswirkungen auf den  Tourismus, die von vielen Bürgerinnen und Bürgern angesprochen wurden.  „Wir spüren eine große Verunsicherung. Die Leute fühlen sich mit ihren  Argumenten nicht ernst genommen und ihre Zweifel an den Versprechungen  werden von den Betreibern des Brückenbaus über den Belt nicht gehört.  Die Menschen in der Region wissen sehr gut, dass für ihre Existenz als  Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und als Selbstständige eine  funktionierende lokale Wirtschaft notwendig ist. Sie wollen nicht die  Verlierer eines Megaprojektes sein“, sagt die schleswig-holsteinische  Landeschefin der LINKEN und Bundestagsabgeordnete Cornelia Möhring. </p>
<p class="bodytext">Die Mandatsträger und die Parteimitglieder in den  besuchten Kommunen sind stolz darauf, dass es ihnen gelungen ist, eine  Woche lang mit einem alle betreffenden Thema auf den Straßen und Plätzen  präsent gewesen zu sein. Sie hätten festgestellt, dass die Positionen  ihrer Partei zu dem Verkehrsprojekt von vielen geteilt werden. „Jetzt  kommt es darauf an, den Widerstand zu vernetzen und den Druck auf die  Verantwortlichen zu erhöhen. Die feste Fehrmarnbelt-Querung ist nicht  mehrheitsfähig, und es bleibt möglich, sie zu verhindern“, fassen sie  die Diskussionen der fünftägigen Fraktionstour zusammen. </p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>DIE LINKE. im Bundestag</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 11:33:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kommunen in Not: Landeskonferenz diskutierte Alternativen</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/kommunen-in-not-landeskonferenz-diskutierte-alternativen/</link>
			<description>Am Samstag, den 24.7.2010 lud der Landesverband SH der LINKEN zu einer Konferenz unter dem Titel...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am Samstag, den 24.7.2010 lud der Landesverband SH der LINKEN zu einer Konferenz unter dem Titel &quot;Kommunen in Not&quot; nach Neumünster ein. Etwa 65 Mitglieder und MandatsträgerInnen waren der Einladung gefolgt und diskutierten gemeinsam über die Auswirkungen der schwarzgelben Kürzungspolitik und linke Alternativen.<br /><br />Nach der Eröffnung der Konferenz durch Landessprecher Björn Radke folgten zunächst Impulsreferate von Dr. Axel Troost (Finanzpolitischer Sprecher der Linksfraktion im Bundestag) sowie Uli Schippels (Landtagsfraktion SH), der das schwarzgelbe Sparpaket des Landes scharf kritisierte und seine fatalen Auswirkungen auf die Kommunen darstellte. <br /><br />An einer Podiumsdiskussion zu den Folgen der Krise und der Frage, wie Kommunen künftig handlungsfähig bleiben könnten, nahmen neben Hans-Joachim Grote (Vorsitzender des Städtebundes Schleswig-Holstein und Bürgermeister in Norderstedt) auch Rainhard Zug (Bürgermeister in Glinde/Stormarn), Stefan Ludwig (Oberbürgermeisterkandidat in Frankfurt/Oder), Detlef Parthie (Oberamtsrat bei der Stadtverwaltung Flensburg) und Miro Berbig (Linksfraktion Norderstedt) teil. <br />Neuen Diskussionsstoff brachte in diesem Zusammenhang vor allem der aktuelle Vorschlag aus dem Bundessozialministerium, wonach weitere Einsparungen bei Hartz IV-EmpfängerInnen durch Einschränkungen bei der Wohnraumbemessung möglich sein sollen.<br /><br />Für die Kreise, Städte und Gemeinden wird es währenddessen immer dramatischer: Die für das laufende Jahr geschätzten Einnahmen aus eigenen Steuern und kommunalem Finanzausgleich sinken auf unter drei Milliarden Euro. Das seien noch einmal 375 Millionen Euro weniger als ursprünglich für 2010 geschätzt. Bis 2014 müssten die Kommunen mit Einnahmeausfällen von 1,8 Milliarden Euro rechnen. <br /><br />DIE LINKE lehnt alle Versuche ab, die knappen Kassen auf Kosten der sozial Schwachen und Bedürftigen zu sanieren. Wir müssen weg von der extrem konjunkturabhängigen Gewerbesteuer und hin zu einer Gemeindewirtschaftssteuer, die auch auf Selbstständige und Freiberufler ausgeweitet wird. Als Sofortmaßnahme muss die Gewerbesteuerumlage von den Gemeinden an den Bund abgeschafft werden, damit die Gemeinden von ihren wenigen Einnahmen nicht auch noch Teile an den Bund abtreten müssen.<br /><br />Die finanzielle Aushöhlung der kommunalen Selbstverwaltung erfordert einen breiten und gemeinsamen öffentlichen Widerstand. Ziel der Veranstaltung war es, Ideen für Protestaktionen zu sammeln und ein gemeinsames Vorgehen in Bezug auf Forderungskataloge, Anträge und Pressearbeit zu vereinbaren. Die verschiedenen Kommunalfraktionen der LINKEN werden sich mit entsprechenden Fragebögen einen Überlick über die Kürzungen verschaffen und vor Ort in den Parlamenten Protest und Widerstand organisieren.<br /><br />Mit einem Schutzschirm für Kommunen wollen wir erreichen, dass die Kommunen in den nächsten Jahren ihre Handlungsfreiheit erhalten. Dabei strebt DIE LINKE ein breites gesellschaftliches Bündnis aus Gewerkschaften, Parteien, Sozial- und Wohlfahrtsverbänden und Vereinen an, um ein deutliches Zeichen gegen die perspektivlose Rotstiftpolitik der schwarzgelben Landesregierung zu setzen. </p>
<p class="bodytext"><br /></p>
<p class="highlight1"><a href="fileadmin/user_upload/dokumente/pdf/Rotstift_4c.pdf" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >Flugblatt: &quot;Genug gekürzt!&quot;</a><br /><br /><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/176006.kommunen-im-norden-wollen-sich-wehren.html" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zum Artikel im Neuen Deutschland</a></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 15:06:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Gegen die Beltquerung stellen wir uns quer</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/gegen-die-beltquerung-stellen-wir-uns-quer/</link>
			<description>Vom 19. bis 23. Juli 2010 sind Abgeordnete der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Vom 19. bis 23. Juli 2010 sind Abgeordnete der Bundestagsfraktion DIE LINKE und der Landtagsfraktionen Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns von Rügen bis Fehmarn entlang der Küste unterwegs, um die Bürgerinitiativen zu unterstützen und mit Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen. </p>
<p class="bodytext">DIE LINKE tritt entschieden gegen den Bau einerfesten Fehmarnbeltquerung ein! Eine Brücke oderein Tunnel zwischen der Ostseeinsel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland hat es in sich: Diese 19 Kilometer lange Verbindung wäre mit über zehn Milliarden Euro das teuerste Verkehrsprojekt Europas und ist mit dramatischen Folgen für Mensch und Umwelt verbunden.</p>
<p class="bodytext"> Die große Mehrheit der Bevölkerung der touristischgeprägten Region lehnt das Megaprojekt ab. Der Bau würde zu einer Verlagerung fast des gesamten Güterverkehrs in den skandinavischen Raum durch die strukturschwache, aber touristisch reizvolle norddeutsche Küstenregion führen. Die Menschen vor Ort fürchten um ihre Existenzgrundlage, wenn die Touristen aufgrund des Verkehrslärms ausbleiben. </p>
<p class="bodytext">Es ist verkehrspolitisch unsinnig und ökonomisch kontraproduktiv. Da es einen guten Fährverkehr gibt, der im 30-Minutentakt zwischen den Inseln pendelt, gibt es hierfür auch keinen Bedarf. Die Kosten für den Ausbau der deutschen Hinterlandanbindung betragen mindestens 1,7 Milliarden Euro. Diese sollen von Bund, Länder und Kommune nin Deutschland übernommen werden – also vom Steuerzahler! DIE LINKE wird mit allen Mitteln versuchen, dieses Projekt zu stoppen und für eine soziale und ökologische Verkehrswende streiten.<br /><br />DIE LINKE fordert, dass<br /></p><ul><li>mit Dänemark neu verhandelt wird, um umgehend aus dem deutsch-dänischen Staatsvertrag nach Artikel 22 Absatz 2 auszusteigen und alle Planungen zu stoppen,</li><li>der Schienengüterverkehr nach Skandinavien weiterhin auf der Jütlandroute bleibt und nicht durch die touristischen Orte der Bädertrasse umgeleitet wird,</li><li>der Nutzen aller geplanter Verkehrsinvestitionsprojekte mit realistischen Verkehrsprognosen und tatsächlichen Kosten neu bewertet wird,</li><li>nicht nur eine Umweltverträglichkeitsprüfung, sondern auch eine Sozialverträglichkeitsprüfung durchgeführt wird, in der alle Anwohner einbezogen werden.</li></ul><p class="bodytext"><br /></p>
<h3>Tourenplan von Rügen bis Fehmarn<br></h3>
<p class="bodytext"><b>Montag, 19. Juli 2010</b><br />Rostock, 12 bis 13.30 Uhr<br />Wismar, 14.30 bis 16 Uhr<br />Boltenhagen, 16.30 bis 18 Uhr<br /><br /><b>Dienstag, 20. Juli 2010</b><br />Lübeck, 10 bis 12 Uhr<br />Sierksdorf, 14 bis 15 Uhr<br />Sierksdorf, 15 bis 17 Uhr<br />Podiumsdiskussion »Fehmarnbeltquerung ohne Rücksicht auf das Hinterland?«<br />im Pavillon im Ortskern Sierksdorf (Nähe Hansapark), mit:<br />Herbert Behrens, MdB, Mitglied im Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages<br />Björn Thoroe, MdL, Verkehrspolitischer Sprecher, Landtagsfraktion Schleswig-Holstein<br />Cornelia Möhring, MdB, Landesgruppe Schleswig-Holstein (Moderation)<br />Malte Siegert, Sprecher der Allianz gegen eine feste Fehmarnbeltquerung<br />Bernd Homfeldt, Projektleiter Deutsche Bahn ProjektBau GmbH (angefragt)<br /><br /><b>Mittwoch, 21. Juli 2010</b><br />Burg (Fehmarn), 8.30 bis 12 Uhr<br />Heiligenhafen, 13 bis 16 Uhr<br />Lensahn, 16.30 bis 18 Uhr<br /><br /><b>Donnerstag, 22. Juli 2010</b><br />Eutin, 9.30 bis 11.30 Uhr<br />Timmendorfer Strand, 12 bis 13 Uhr<br />Ratekau, 14 bis 15 Uhr<br /><br /><b>Freitag, 23. Juli 2010</b><br />Stralsund, 9 bis 11 Uhr<br />Sassnitz (Rügen), 12 bis 14 Uhr</p>
<p class="bodytext">Aktuelle Infos zur Tour unter<br /><a href="http://www.linksfraktion.de/beltquerung/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >www.linksfraktion.de/beltquerung</a></p>
<p class="anreisser"><a href="fileadmin/user_upload/dokumente/Folder_Linksfraktion/5521_LinkeBTF_Folder_Fehmarnbeltquerung_100707-1.pdf" title="Opens external link in new window" class="external-link-new-window" >Info-Folder zum Download</a><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>DIE LINKE. im Bundestag</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 11:54:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundespräsidentenwahl: LINKE bleibt einzige Alternative für Frieden und soziale Gerechtigkeit</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/bundespraesidentenwahl-linke-bleibt-einzige-alternative-fuer-frieden-und-soziale-gerechtigkeit/</link>
			<description>Christian Wulff (CDU) ist von der Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Christian Wulff (CDU) ist von der Bundesversammlung zum neuen Bundespräsidenten gewählt worden. Die Kandidatin der Partei DIE LINKE, Luc Jochimsen, erzielte ein sehr gutes Ergebnis: Sie erhielt im ersten Wahlgang 126 Stimmen - zwei Stimmen mehr als die linke Delegation Mitglieder hat. </p>
<p class="bodytext">Luc Jochimsen war angetreten, um &quot;Friedensstifterin und Schirmherrin der Benachteiligten&quot; zu sein. Weder Christian Wulff noch Joachim Gauck vertreten hingegen eine Politik, die DIE LINKE verantworten kann. Beide Kandidaten eint ein konservatives Weltbild. <br /><br />Christian Wulff wurde von der schwarz-gelben Bundesregierung vor allem als politischer Kandidat vorgeschlagen, dessen Aufgabe auch darin bestehen soll, dafür zu sorgen, dass der angekündigten Sozialabbau-Politik aus dem Bundespräsidialamt keine Hindernisse in den Weg gelegt werden.&nbsp; <br /><br />Joachim Gauck, von SPD und Grünen vorgeschlagen, findet mit seiner liberal-konservativen Einstellung auch viele Anhängerinnen und Anhänger im schwarz-gelben Lager. Viele Kommentatoren in den Medien meinen, er wäre der bessere Kandidat für Angela Merkel.<br /><br />Entscheidend dafür, dass DIE LINKE den Kandidaten Joachim Gauck nicht als gemeinsamen Kandidaten der Oppositionsparteien unterstützen konnte, sind folgende Gründe:<br /><br /></p><ul><li>Er befürwortet den Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Wir wollen einen Bundespräsidenten, der für Frieden eintritt.</li><li>Er befürwortet Hartz IV. Wir fordern die Abschaffung von Hartz IV. </li><li>Der Zusammenhang von sozialen und liberalen Freiheitsrechten, von Freiheit und Gleichheit, ist kein Thema von Joachim Gauck. Bei der Idee der Freiheit blendet Joachim Gauck die soziale Dimension aus. Das Eintreten für den Sozialstaat und die sozialen Grundrechte ist etwas, was DIE LINKE von jedem zukünftigen Bundespräsidenten erwartet. </li></ul><p class="bodytext">DIE LINKE war gesprächsbereit bei der Suche einer gemeinsamen Kandidatin/eines Kandidaten, die/der bei den wichtigsten Fragen der aktuellen Politik für Frieden und für eine soziale Politik und für eine Erneuerung der Industriegesellschaft eintritt. SPD und Grüne haben diese Gesprächsbereitschaft leider nicht genutzt, sondern parteitaktisch gespielt, um Union, FDP und Linke zu treffen. <br /><br />&quot;Wie sollen wir denn unseren Wählerinnen und Wählern erklären, dass wir plötzlich einen Kandidaten unterstützen, der politische Positionen vertritt - ich benenne noch einmal die Afghanistanfrage und die Frage der sozialen Gerechtigkeit -, die unseren Positionen sehr, sehr fern sind. Gauck und Wulff, kann ich Ihnen nur sagen, unterscheiden sich nicht in den politischen Ansichten, sondern vor allen Dingen im Alter, und jede Rede von Herrn Gauck kam mir vor wie eine Beitrittserklärung für die CDU&quot;, erklärt die Parteivorsitzende Gesine Lötzsch im Deutschlandfunk. </p>
<p class="bodytext"><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1214556/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zum kompletten Interview mit Gesine Lötzsch im Deutschlandfunk</a><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 02 Jul 2010 15:31:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Das neue Sparkassengesetz: Ein Schlag gegen die öffentliche Finanzwirtschaft!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/das-neue-sparkassengesetz-ein-schlag-gegen-die-oeffentliche-finanzwirtschaft/</link>
			<description>Mit einer Stimme hat die schwarzgelbe  Koalition das Sparkassengesetz gegen alle Widerstände...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Mit einer Stimme hat die schwarzgelbe  Koalition das Sparkassengesetz gegen alle Widerstände durchgesetzt. Trotz der kosmetischen Änderungen, die inzwischen vorgenommen  wurden, bleibt die Kritik an diesem Gesetz bestehen. </p><ul type="DISC"><li>Das Gesetz zielt darauf ab,    dass die Hamburger Haspa Finanzholding künftig bei den &quot;befreundeten    Sparkassen in Schleswig-Holstein&quot; einsteigen kann. Für den Deutschen    Sparkassen- und Giroverband (DSGV) ist die HASPA Finanzholding eine    private Gesellschaft. In der Folge ist nun zu befürchten, dass sich    Privatbanken bei der EU dasselbe Recht erstreiten und damit das  öffentlich-rechtliche    Finanzwesen in Richtung Privatisierung treiben.</li><li>Durch die nun geschaffene    Möglichkeit, bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen Stammkapital  einzuführen    und den Trägern der Institute die Option einzuräumen, Anteile zu  veräußern,    wird den Sparkassen kein frisches Kapital zur Verbesserung ihrer  Eigenmittelausstattung    zugeführt. Das Gesetz schafft völlig falsche Anreizstrukturen für    öffentliche Träger, weil diese dann Sparkassenanteile veräußern    können, beispielsweise um sich finanziell zu entlasten. Eine  Aufstockung    der Kapitaldecke hätte auch ohne Gesetzesänderung mittels stiller    Einlagen erfolgen können. </li><li>Die Arbeitsgemeinschaft der    Betriebs- und Personalräte in den schleswig-holsteinischen Sparkassen    sieht darin „mittelfristig eine Gefährdung der regional verankerten    Sparkassen. Allein in Schleswig-Holstein geht es dabei um rund 9.000    Arbeitsplätze sowie ein erhebliches Steueraufkommen.“ </li></ul><p class="bodytext">Hintergrund dieses Vorstoßes der  schwarzgelben  Koalition ist die desaströse Haushaltssituation des Landes und  Schieflage  der öffentlich-rechtlichen Finanzwirtschaft in Schleswig-Holstein.  Durch die Risikogeschäfte der HSH Nordbank mussten die Sparkassen einen  Vermögensverlust in dreistelliger Millionenhöhe hinnehmen.  Schleswig-Holsteins  Sparkassen- und Giroverband fordert seitdem von der Landesregierung,  ihren Anteil von 14,8 Prozent an der HSH Nordbank zu übernehmen. </p>
<p class="bodytext">Der Anteil der Sparkassen an der maroden  HSH Nordbank hatte einen Wert von 700 Mio. Euro, und steht jetzt mit  370 Mio. Euro in den Büchern, was diese stark belastet. Zudem wird  die Situation immer ärger: Die Gewinnrücklagen der HSH wurden von  1,6 Mrd. Euro auf 830 Mio. Euro halbiert. Dabei haben die Länder Hamburg   und Schleswig-Holstein das Rücklagenpolster erst aufgefüllt. Von der  letzten Kapitalaufstockung von 3 Mrd. Euro sind von der Bank mehr als  1,5 Mrd. Euro in die Kapitalrücklage gebucht worden. Die Rücklagen  sind schneller geschmolzen als Schnee in der Sonne. </p>
<p class="bodytext">Zusätzlich hat der Sparkassenverband  auch mit hausgemachten Altlasten zu kämpfen (Sparkasse Südholstein  und Nospa). Der Druck, der auf den Sparkassen lastet, zwingt den  Sparkassenverband  alle Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung der  Sparkassen  auszuloten. </p>
<p class="bodytext"><b>DIE LINKE bleibt dabei:</b> Sie lehnt  alle Versuche ab, die Kontrolle über die Sparkassen mittels Einführung  z.B. von übertragbarem Stammkapital an andere öffentlichen-rechtliche  Institutionen (wie z.B. der HASPA) regional aus der Hand zu geben und  für private Investoren und deren Renditeziele zu öffnen. Es ist ein  Gebot demokratischer Kontrolle, dass die politischen Entscheidungen  in den Sparkassen ebenfalls von Menschen aus der Region getroffen  werden.  Dies ist durch ihre kommunale Trägerschaft abgesichert. Die Änderung  des Sparkassengesetzes schafft keine Entlastung der Sparkassen, sondern  verschärft das bestehende Problem. </p>
<p class="bodytext"><b>DIE LINKE fordert: </b> Die Landesregierung muss der Forderung der Sparkassen nach Übernahme  ihrer Anteile bei der HSH-Nordbank endlich nachkommen. Gemessen an den  Milliardenkosten für ein Fass ohne Boden, handelt es sich hierbei um  überschaubare Beträge für eine sinnvolle Investition. Die Öffnung  des Eigenkapitals bei den Sparkassen ist kein Beitrag zur Stärkung  der dritten Säule der Bankenwirtschaft. </p>
<p class="bodytext"><b>DIE LINKE steht </b> für ein Bankensystem aus drei Säulen: Sparkassen, Genossenschaftsbanken  und staatliche Großbanken. Ein funktionierender Finanzsektor ist ein  öffentliches Gut, seine Bereitstellung daher eine öffentliche Aufgabe.  Durch strikte Regulierung ist zu gewährleisten, dass der Bankensektor  in Zukunft wieder seinen öffentlichen Auftrag erfüllt: die zinsgünstige  Finanzierung wirtschaftlich sinnvoller Investitionen insbesondere auch  kleiner und mittlerer Unternehmen, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs  und Bereitstellung eines kostenlosen Girokontos für jedermann, sichere  Anlage privater Ersparnisse.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 27 Jun 2010 16:21:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Arm trotz Arbeit: Solidarität mit den Beschäftigten der Tabel-Gruppe</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/arm-trotz-arbeit-solidaritaet-mit-den-beschaeftigten-der-tabel-gruppe/</link>
			<description>Die Geschichte der  Beschäftigten  der Kieler Nachrichten (KN) und der Tabel-Gruppe ist ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die Geschichte der  Beschäftigten  der Kieler Nachrichten (KN) und der Tabel-Gruppe ist ein deutliches  Beispiel dafür, wie sich die Arbeitsverhältnisse in Deutschland  verschlechtert  haben: Im Jahre 2000 durch die KN „ausgegliedert“, wurde die  Weiterverarbeitung  der Zeitung im Druckzentrum Moorsee an die Leiharbeitsfirma Tabel  vergeben.  Die Arbeitsbedingungen verschlechterten sich dramatisch: Es wurde nur  noch die Hälfte des üblichen tariflichen Stundenlohns gezahlt, alle  sonstigen Leistungen gestrichen, Urlaubsansprüche auf ein Minimum  reduziert,  überwiegend „Mini-Jobber“ (400-EUR-Kräfte) beschäftigt. Nicht  einmal diesen geringen Einkommens konnten sich die Mitarbeiter_innen  der Tabel-Gruppe sicher sein: Die Zuteilung der für die Lohnhöhe  maßgeblichen  Schichten erfolgte willkürlich – mal bis zu 18 Arbeitsstunden am  Tag, manchmal nicht eine einzige im ganzen Monat.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Gegen diese unwürdigen  Arbeitsbedingungen  haben sich die Mitarbeiter_innen der Tabel-Gruppe zur Wehr gesetzt:  Sie erkämpften jüngst die Gründung eines Betriebsrates. Zum 30. Juni  ist allen Mitarbeiter_innen der Tabel-Gruppe im Druckzentrum Moorsee  gekündigt worden. Ein Zufall? Wohl nicht: Die KN kündigte bereits  an, den Auftrag an eine „günstigere“ Leiharbeitsfirma zu vergeben.  Offensichtlich sind existenzsichernde Löhne, faire Arbeitsbedingungen  und demokratische Mitbestimmungsrechte den Kieler Nachrichten zu teuer.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Seit der durch die rot-grüne  Bundesregierung im Jahre 2004 umgesetzten „Liberalisierung“ der  Leiharbeit und Etablierung der sogenannten Mini-Jobs&nbsp; ist die Anzahl  unsicherer, prekärer Arbeitsverhältnisse dramatisch zugenommen: Gab  es im Jahre 1998 nur etwa 250.000 verliehene Beschäftigte, so waren  es im Jahre 2008 fast 800.000, mit stark zunehmender Tendenz. Mehr als  7 Mio. Arbeitnehmer_innen arbeiten ausschließlich in Mini-Jobs. Heute  hat Deutschland den größten Niedriglohnsektor aller westlichen  Industrienationen.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Diese Entwicklung war politisch   gewollt: Niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen wurden von  den Arbeitgeberverbänden verlangt, um ihre Profite zu maximieren. Die  herrschende Politik setzte dieses Verlangen um – gegen die Interessen  der arbeitenden Bevölkerung. Auf der Strecke blieben die Menschen,  ihr hart erarbeiteter Lebensstandard und Planungssicherheit für die  Zukunft. Diese Entwürdigung der Arbeit muss beendet werden!&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Wir fordern:&nbsp;<br /> </p><ul type="DISC"><li>Für die Abschaffung    der Leiharbeit! Für die sofortige strikte Begrenzung der Leiharbeit.    Gleicher Lohn und gleiche Arbeitsbedingungen für LeiharbeiterInnen    zuzüglich einer zusätzlichen&nbsp; Flexibilitätsvergütung!</li><li>Für die Begrenzung    der maximalen Ausleihdauer auf sechs Monate!</li><li>Für die Zurückdrängung    des Niedriglohnsektors: Sozialversicherungspflicht für jede geleistete     Arbeitsstunde!</li><li>Für einen flächendeckenden    gesetzlichen Mindestlohn von mindestens 10 EUR die Stunde in allen  Branchen!</li><li>Für die Verbesserung    der Rechte von Gewerkschaften und Betriebsräten: den  Antistreikparagraphen    (§ 146 SGB III) abschaffen, ein Verbandsklagerecht für Gewerkschaften,     die Durchsetzung des Rechts auf politischen Streik wie in den anderen    Ländern Europas!</li></ul><p class="external-document"><b>Mittwoch, 30. Juni 2010 ab 10:30 Uhr<br />Auftaktkundgebung: Asmus-Bremer-Platz<br />Zwischenkundgebung am Hauptbahnhof<br />Abschlusskundgebung: ca. 12 Uhr Asmus-Bremer-Platz</b></p>
<p class="bodytext">Attac-Kiel, Avanti-Projekt  undogmatische Linke/Kiel, <a href="http://chefduzen.de" target="_blank" >chefduzen.de</a>,  DIE LINKE. Schleswig-Holstein,  solid Kiel., Cornelia Möhring MdB</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 09:36:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://linke-sh.de/uploads/media/KN-Aufruf.pdf" length ="348562" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Privatisierung durch die Hintertür - Deshalb Hände weg vom Sparkassengesetz!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/privatisierung-durch-die-hintertuer-deshalb-haende-weg-vom-sparkassengesetz/</link>
			<description>Am Freitag will die schwarzgelbe  Landesregierung  ihr Sparkassen-Gesetz im Landtag verabschieden...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am Freitag will die schwarzgelbe  Landesregierung  ihr Sparkassen-Gesetz im Landtag verabschieden lassen. Die Kritik an  diesem Entwurf bleibt massiv trotz der kosmetischen Änderungen, die  inzwischen vorgenommen wurden. So sollen neben öffentlich-rechtlichen  Sparkassen nur vergleichbare Träger Minderheitsbeteiligungen von bis  zu 25,1 Prozent an Sparkassen erwerben können, die &quot;ausdrücklich  auch einem regionalen Sparkassen- und Giroverband&quot; angehören.  Mit diesem Passus sei angeblich die Gefahr eingeschränkt, dass private  Investoren mit Verweis auf die Kapitalverkehrsfreiheit auf eine  Beteiligung  pochen können. Damit soll einer der zentralen Kritikpunkte abgefangen  werden: Die von der Koalition beabsichtigte Beteiligungsmöglichkeit  der Hamburger Sparkasse. </p><ul type="DISC"><li>Der Träger der größten    deutschen Sparkasse ist die Haspa Finanzholding, die in der Rechtsform     einer Stiftung alten Hamburger Rechts firmiert. Für den Deutschen  Sparkassen-    und Giroverband (DSGV) ist die Haspa Finanzholding eine private  Gesellschaft.    Schaffe man eine Beteiligungsmöglichkeit für diese Gesellschaft, sei    ein Einfallstor für private Investoren geöffnet, so die Argumentation    des DSGV. Da die HASPA-Holding aber schon bei sieben Instituten im  Lande    beteiligt ist, ist sie über diese schon Teil des „regionalen  Sparkassen-    und Giroverbandes. </font></li><li>Abgelehnt    wird auch die Möglichkeit, bei öffentlich-rechtlichen Sparkassen  Stammkapital    einzuführen und den Trägern der Institute die Option einzuräumen,    Anteile zu veräußern. Hierdurch wird den Sparkassen kein frisches    Kapital zur Verbesserung ihrer Eigenmittelausstattung zugeführt. Das    Gesetz würde völlig falsche Anreizstrukturen für öffentliche Träger    schaffen, weil diese dann Sparkassenanteile veräußern können,  beispielsweise    um sich finanziell zu entlasten. Wäre der schleswig-holsteinischen    Regierung an einer Aufstockung der Kapitaldecke wirklich gelegen,  könnte    dies im Übrigen auch mittels stiller Einlagen erfolgen. Die Koalition    will nun im Gesetz festschreiben, dass das Innenministerium nicht  befugt    sei, die Kommunen zu zwingen, alle Einnahmemöglichkeiten  auszuschöpfen.    Sollte eine Kommune vom Anteilsverkauf Gebrauch machen, muss sie den    Erlös für mindestens zehn Jahre als stille Einlage in der Sparkasse    belassen. Die Kapitalbasis der Sparkassen soll nicht geschwächt  werden.    Zudem soll mindestens ein Drittel des erzielten Jahresüberschusses    den Rücklagen der Sparkasse zugeführt werden.&nbsp;<br>   Diese Einschränkung reicht den Kritikern nicht: Die Sparkassen selbst    fordern die Möglichkeit einer Beteiligung über eine atypische stille    Beteiligung, und nicht über die Bildung von Stammkapital. Auch über    dieses Instrument könnten Mitwirkungsrechte vereinbart werden. Zudem    weisen Sparkassen darauf hin, dass durch die Umwandlung von bisherigen     Kapitalrücklagen in Stammkapital praktisch „fungibles“ – also    handelbares  Eigenkapital entsteht, das verzinst werden muss. Das  selbst    erwirtschaftete Kapital stand bisher unverzinslich zur Verfügung. Die    Sparkassen verfügen über Kapitalrücklagen von mehr als mehr zwei    Mrd. Euro.</font></li></ul><p class="bodytext">Ob die Koalition diesen Entwurf gegen  die gesamte Opposition des Kieler Landtages durchsetzen kann, hängt  auch von dem Druck ab, der in diesen letzten Tagen noch entwickelt wird.   Der CDU-Abgeordnete Hartmut Hamerich lässt noch offen, ob er am Freitag  der umstrittenen Änderung des Sparkassengesetzes zustimmt. &quot;Meine  Jastimme ist noch nicht sicher.&quot; Auch ein, zwei andere Abgeordnete  der Union hätten &quot;Bauchschmerzen&quot;. Die SPD verteilte gestern  landesweit vor Sparkassenfilialen Flugblätter, in denen sie vor einer  Privatisierung der Kassen warnte. Am Freitag will die SPD eine  &quot;namentliche  Abstimmung&quot; über den Gesetzentwurf beantragen, damit &quot;jedes  Mitglied des Landtags Farbe bekennen muss&quot;. </p>
<p class="bodytext">DIE LINKE im Bundestag hat letzte Woche  einen Antrag der SPD unterstützt, der die Bundesregierung auffordert,  „für eine Stärkung der öffentlich-rechtlichen Sparkassen im deutschen  Bankensystem einzusetzen; sich zur Erhaltung der öffentlichen  Zweckbindung  der Sparkassen gegen die Möglichkeit zur Bildung von Stammkapital und  deren beschränkten Übertragbarkeit einzusetzen.“</p>
<p class="bodytext">Axel Troost (LINKE) wies zurecht darauf  hin, dass „der jetzige Gesetzentwurf nichts anderes (ist) als ein  Einfallstor für die vor allem von der FDP  geplante&nbsp; Zerstörung&nbsp;  des&nbsp; öffentlichen&nbsp; Finanzsektors. Dem erteilen wir eine entschiedene  Absage.(…). Die öffentlich-rechtlichen Sparkassen sind in ihren  Strukturen  zu erhalten. Wir wollen keine Privatisierung durch die Hintertür und  stimmen heute dem Antrag der SPD zu.“ </p>
<p class="bodytext">Schon Anfang Mai hatten rund 1200  Menschen  in Kiel gegen die geplante Änderung des schleswig-holsteinischen  Sparkassengesetzes  durch die schwarz-gelbe Koalition demonstriert. Die Arbeitsgemeinschaft  der Betriebs- und Personalräte in den schleswig-holsteinischen  Sparkassen  sieht darin „mittelfristig eine Gefährdung der regional verankerten  Sparkassen. Allein in Schleswig-Holstein geht es dabei um rund 9.000  Arbeitsplätze sowie ein erhebliches Steueraufkommen.“ </p>
<p class="bodytext">Bei den gesamtgesellschaftlichen  Rahmenbedingungen  und dem Sturzflug schwarzgelber Akzeptanz könnte eine erfolgreiche  Ablehnung dieses Gesetzes die Koalition vor die Zerreisprobe stellen.  Zusätzlicher  Druck wird in den nächsten beiden Tagen auch durch die  Demonstrationen gegen das Sparpaket von Schwarzgelb entstehen können:</p>
<p class="bodytext">ver.di ruft am 16.06.2010 zu einem  gemeinsamen  Aktionstag in Kiel auf. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr am Kieler  Hauptbahnhof<b>. </b> Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen vom Campus Kiel, der Uni  Lübeck und den Studierenden der Universitäten Lübeck, Kiel und Flensburg   und den Beschäftigten des UK-SH aus Kiel und Lübeck, gegen die Sparpläne   der Landesregierung.</p>
<p class="bodytext">Björn Radke</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 15:24:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://linke-sh.de/uploads/media/Sparkassen-Flyer.pdf" length ="1003532" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Die Regierung beerdigt den Sozialstaat </title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/die-regierung-beerdigt-den-sozialstaat/</link>
			<description>Der Montag dieser Woche wird sicher einmal als Schwarzer Montag in die Geschichte der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der Montag dieser Woche wird sicher einmal als Schwarzer Montag in die Geschichte der Bundesrepublik eingehen. Denn an diesem Tag hat die Bundesregierung das Ende des Sozialstaates beschlossen.<br><br>Nachdem sie in den letzten Jahren auf Kosten der SteuerzahlerInnen vor allem Banken und Konzerne von Steuern und Lohnkosten „befreit“ hat, sollen jetzt&nbsp; Menschen mit kleinen Einkommen, Arbeitslose und deren Familien die Kosten der Wirtschafts-und Finanzkrise allein tragen.<br><br>Die Bundesregierung nennt ihre Pläne demagogisch Sparpaket, im Wissen, dass Sparen bei Deutschen positive Assoziationen weckt. In Wirklichkeit beschloss sie jedoch die dramatischsten Kürzungen der letzten zehn Jahre. &nbsp;<br><br>Sie sind unsozial, ökonomisch dumm und verschärfen die Krise weiter:<br><br>Ob Studierende, Rentner oder Geringverdienende - ca. 800.000 WohngeldempfängerInnen sollen keine Heizkostenzuschüsse mehr bekommen. Das spart den Kommunen zwar 100 Millionen Euro pro Jahr. Dafür werden aber viele der Betroffenen wieder zu Hartz-IV-EmpfängerInnen, für die die Kommunen dann die Kosten der Unterkunft zahlen. Inklusive Heizkosten.<br><br>Arbeitsagenturen sollen 7 Milliarden Euro bis 2013 einsparen, indem sie Leistungen für Arbeitslose - wie etwa Eingliederungshilfen - künftig nach eigenem Ermessen gewähren. Das bedeutet, dass es diese Leistungen nur noch für einige wenige geben wird, deren Vermittlungschance gut ist.<br><br>Die Arbeitslosenversicherung soll künftig ohne Zuschüsse vom Bund auskommen. Das führt zwangsläufig zur Anhebung der Beitragssätze. Mit der Folge, dass künftig ArbeitnehmerInnen deutlich höhere Beiträgen zahlen sollen, um dann im Falle der Arbeitslosigkeit geringere Leistungen als heute zu erhalten.<br><br>Der bisher zwei Jahre lang gezahlte Zuschlag von durchschnittlich 110 Euro im Monat beim Übergang vom Arbeitslosengeld I in Hartz IV soll wegfallen. Damit wird die Binnennachfrage geschwächt und die Krise weiter angeheizt.<br><br>Für Hartz IV-EmpfängerInnen sollen keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung gezahlt werden. Das bedeutet für die Betroffenen nicht nur Armutsrenten im Alter, sondern auch fehlende Ansprüche auf Erwerbsminderungsrenten und Kuren bis dahin.<br><br>Das Elterngeld soll für Hartz IV-EmpfängerInnen gestrichen werden. Das verstößt nicht nur gegen den Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes, sondern sendet auch das Signal an die Betroffenen: Eure Kinder sind nicht gewollt!<br><br>Deutschland hat mit ca. 13,4 Prozent ohnehin schon einen relativ geringen Anteil der Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Trotzdem sollen bis 2014 weitere 15.000 Stellen gestrichen werden. Statt mit öffentlicher Beschäftigung Massenarbeitslosigkeit abzubauen, wird diese erhöht. Außerdem wird dieser Personalabbau zu einer weiteren Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen und damit zu Niedriglöhnen und neuer Armut führen.<br><br>Und verlangt die Bundesregierung auch von den Konzernen, Banken und Vermögenden einen Beitrag? Schließlich soll Reichtum laut Grundgesetz verpflichten und sein Gebrauch soll auch den Interessen der Allgemeinheit dienen.<br><br>Nein, am oberen Ende der Gesellschaft gibt es keine Rotstiftpolitik, im Gegenteil: Je nach Dauer der Laufzeitverlängerung wird zum Beispiel die geplante „Brennelemente-Steuer“ von jährlich 2,3 Milliarden Euro den Energiemultis riesige Gewinne bringen. Denn jeder Tag, den ein AKW länger läuft, bringt 1 Mio. Euro&nbsp; zusätzlich. Andere „Belastungen“ wie die geplante ökologische Luftverkehrsabgabe oder die Dividende-Abgabe der Bahn werden die Unternehmen an ihre Kunden weitergeben. &nbsp;<br><br>Bleiben noch die Banken, die nun endlich an den Kosten der selbst herbeigeführten Finanzkrise beteiligt werde sollen. Stimmt - aber frühestens 2012. Und nur mit 2 Mrd. Euro im Jahr, während der Schutzschirm aus Steuermitteln bereits heute hunderte Milliarden Euro groß ist. <br><br>Wer als Regierung solche „Spar“vorschläge beschließt, kündigt den gesellschaftlichen Frieden auf und legt die Axt an die Wurzel des Sozialstaates. Deshalb fordere ich gemeinsam mit meiner Fraktion DIE LINKE, mit Gewerkschaften, Kirchen und Verbänden: &nbsp;<br><br>Weg mit dem Sozialabbau und her mit einer Umverteilung des gesellschaftlichen Reichtums von oben nach unten!<br><br>Weg mit den Kürzungen bei Arbeitslosen, Studierenden, Rentnern und Familien und her mit der Vermögenssteuer, einer gerechten Einkommenssteuer und einer Finanztransaktionssteuer!<br><br>Weg mit einer Regierung, die nur die Interessen der Konzerne vertritt! <br><br>Wir zahlen nicht für Eure Krise! <br></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>DIE LINKE. im Bundestag</category>
			<category>Finanzen</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 10 Jun 2010 19:10:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Schleswig-Holstein – Schwarzgelber Vorreiter einer perspektivlosen Rotstiftpolitik</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/schleswig-holstein-schwarzgelber-vorreiter-einer-perspektivlosen-rotstiftpolitik/</link>
			<description>„Es ist das erste Mal in der Geschichte unseres Landes, dass eine Regierung so tiefgreifende...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">&quot;Schleswig-Holstein ist auf dem  Weg - Handlungsfähigkeit erhalten -Zukunftschancen ermöglichen&quot;  So betitelt die schwarz-gelbe &quot;HaushaltsStrukturKommission&quot;  ihre &quot;Empfehlungen zur Konsolidierung der Finanzen des Landes  Schleswig-Holstein&quot;.  Im Klartext: &quot;Es ist das erste Mal in der Geschichte unseres Landes,  dass eine Regierung so tiefgreifende Einschnitte plant&quot;, rühmt  sich Ministerpräsident Carstensen seiner bundesweiten Vorreiterrolle.</p>
<p class="bodytext">Tatsächlich besteht die &quot;Konsolidierung<b>&quot;</b>   aus Streichungen, Kürzungen, Begrenzungen und Übertragungen. Die Klärung   der Zukunftschancen hat die schwarz-gelbe Kürzungskommission völlig  aus dem Auge verloren. Es regiert in historisch einmaliger Härte der  Rotstift: </p><ul type="DISC"><li>„Die regelmäßigen Steuereinnahmen    werden zunächst jährlich um 2,5 Prozent gesteigert.“ Wie das  gewährleistet    sein soll bleibt zweifelhaft. Schon die Prognosen für 2010 musste die    Landesregierung korrigieren: &quot;Die Ausgangsbasis der Steuereinnahmen    2010 wird für die Berechnung der künftigen&nbsp; regelmäßigen&nbsp;    Steuereinnahmen wegen der erfolgten Steuerrechtsänderungen um rund    400 Millionen Euro abgesenkt.&quot; </li><li>„Das strukturelle Defizit    Ende 2010 wird vorläufig auf 1,25 Milliarden Euro festgelegt.&nbsp;    Dieser maximal zulässige strukturelle Fehlbetrag wird planmäßig auf    1,0 Milliarden Euro in 2012 reduziert.“ </li><li>Das Budget für Zuwendungen    wird von rund 3,4&nbsp; Milliarden Euro in 2010 auf rund 3,1 Milliarden    Euro in 2012 abgesenkt. Rund 300 Mio Euro werden damit an staatlicher    Förderung aus dem gesellschaftlichen Raum abgezogen. Die Frage nach    der Lebensqualität und den unverzichtbaren öffentlichen Leistungen    für die BürgerInnen wird nicht mehr gestellt und konsequent wird auch    die Frage nach einer angemessenen Finanzausstattung verdrängt.</li><li>&quot;Im Budget für Personal    und Verwaltung ist berücksichtigt, dass bis 2020 etwa 10% (5.300) der    derzeitigen Personalstellen reduziert werden. Der Stellenabbau ist  aufgrund    des demographischen Wandels sozialverträglich und ohne  betriebsbedingte    Kündigungen gestaltbar. Trotzdem wird das Budget für Personal und    Verwaltung aufgrund steigender Tarife und Beihilfeaufwendungen sowie    der wachsenden Zahl von Versorgungsempfängern nicht abgesenkt werden    können. Hier gilt es, den Anstieg deutlich zu begrenzen.&quot; (aus:    „Empfehlungen“) So werden die Altersgrenze für den Bezug von  Ministerpensionen    vom 55. auf das 62. Lebensjahr steigen, Zuschüsse für die Fraktionen    sinken und künftige Staatssekretäre, Rechnungshofpräsidenten und    Landtagsdirektoren weniger verdienen. Polizisten müssen bis 62 (statt    60) arbeiten.</li></ul><p class="bodytext">Auf diesem Wege 5.300 Stellen abzubauen<b>,</b>   wird noch heftige Auseinandersetzungen nach sich ziehen: Nicht nur,  dass die Betroffenen selbst sich nicht kostenlos abspeisen lassen, das  Ausdünnen des öffentlichen Bereiches trägt zu einer weiteren Erhöhung  der Arbeitsbelastung der Beschäftigten und zu einer Verschlechterung  der Grundversorgung der Bevölkerung bei.</p>
<p class="bodytext"><b>&quot;</b>Das Budget für Zuweisungen  wird reduziert. Das Land wird sich konsequent von Aufgaben trennen oder  sie an die Kommunen oder Dritte übertragen. Investitionen kommen genauso   auf den Prüfstand, wie die Ko-Finanzierungen von Bundes- und  EU-Programmen.&quot;  (aus: „Empfehlungen“) Konkret bedeutet dies: Die Zuwendungen an  die verschiedensten Empfänger werden um rund 300 Mio. Euro gesenkt,  darunter:</p><ul><li>Das gerade erst eingeführte dritte beitragsfreie Kita-Jahr wird  gestrichen.  Das spart 35 Mio. Euro. Für den Kita-Betrieb gibt es aber einen Zuschlag   von 10 auf 70 Mio. Euro. Für viele Eltern werden Kitas zu einem  Luxusgut,  das sie sich für ihre Kinder aus finanziellen Gründen nicht mehr leisten   können.</li><li>Die Uni Flensburg soll Studiengänge (Lehrerausbildung) verlieren.</li><li>Das Schleswig-Holstein Musik Festival bekommt weniger Zuschüsse, die  JazzBaltica wohl gar keine mehr. Alle kulturellen Einrichtungen werden  keine weiteren Zuschüsse erhalten. Von einer gesteuerten Kulturpolitik  kann keine Rede mehr sein.</li><li>Kosten für die Schülerbeförderung übernimmt das Land nicht mehr  und spart so sieben Millionen Euro. Sozial schwache Familien sind in  einem Flächenland auf die finanzielle Unterstützung besonders  angewiesen,  sie sind wieder einmal die von der Streichung besonders Betroffenen.</li><li>Das Universitätsklinikum in Kiel und Lübeck soll privatisiert und  das Medizinstudium in Lübeck beendet werden. Dagegen haben Beschäftigte  des Uniklinikums Schleswig-Holstein in Kiel und Lübeck protestiert.  Sie fürchten Personalabbau, Gehaltseinbußen und werfen der Koalition  Wortbruch vor. Sie haben schon länger durch Lohnverzicht eine angedrohte   Privatisierung hinausschieben können. Die Koalition meint einen  Investitionsstau  von knapp einer Milliarde Euro beim mit rund 11.000 MitarbeiterInnen  größten Arbeitgeber im Norden durch private Kapitaleigner auflösen  zu können. Dass die Landesregierung damit den Anspruch auf Steuerung  im Bereich der Gesundheitspolitik preisgibt, werden die Beschäftigten  und die PatientInnen auszubaden haben.</li><li>Landeseigene Häfen sollen kommunalisiert oder privatisiert werden.</li><li>Die Bewohner in der Nähe von Nord- und Ostsee sollen eine Abgabe für  den Küstenschutz zahlen.</li><li>Das Landeskulturzentrum Salzau will man verkaufen.</li><li>Die einzelbetriebliche Förderung wird weitgehend eingestellt. Die  für die Wirtschaftsförderung zur Verfügung stehenden Mittel werden  vorrangig auf Infrastrukturmaßnahmen konzentriert. Allerdings wird  das zentrale Wirtschaftsförderprogramm des Landes nicht von Einsparungen   ausgenommen.</li></ul><p class="bodytext">Die Verantwortlichen dieses Sparkonzeptes   verweisen mit Recht auf die Tatsache, dass &quot;die realen Vermögenswerte  des Landes von den Vorgängerregierungen zu Geld gemacht (wurden)&quot;.  Ein Verkauf des berühmten Tafelsilbers ist ausgeschlossen. Richtig  ist, dass &quot;die wirtschaftliche Infrastruktur Schleswig-Holsteins  mit der Entwicklung der anderen Bundesländer in den letzten 20 Jahren  nicht Schritt gehalten (hat).&quot; Das Land war vor der Kürzungsoffensive  strukturschwach und mit der gegenwärtigen politischen Konzeption wird  dieser Zustand verfestigt.</p>
<p class="bodytext">Angesichts solcher Ausgangslagen  ausschließlich  auf Streichungen, Kürzungen, Begrenzungen und Übertragungen zu setzen,  lediglich die innovativen medizintechnischen Projekte von den  Streichorgien  auszunehmen, verdeutlicht die Perspektivlosigkeit dieser Regierung.  Mit dem in der letzten Woche gefassten Beschluss von CDU und FDP und  der Oppositionsfraktionen SPD, Grüne und SSW, die Schuldenbremse in  die Verfassung zu schreiben, wurde das Tor für ein brutales  Kürzungsprogramm  nach griechischem Vorbild aufgemacht.</p>
<p class="bodytext">Im Ergebnis dieser Kürzungspolitik wird  die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes weiter geschwächt  und die Lebensverhältnisse für die BürgerInnen verschlechtert. Aus  einer so tiefen Krise kommt man nicht durch rigoroses Sparen heraus.  Eine Regierung müsste sich auf Bundesebene für eine gerechtere  Steuerpolitik  einsetzen. Beispielsweise würde die Aufhebung des  Wachstumsbeschleunigungsgesetzes  oder die Wiedererhebung der Vermögenssteuer die finanziellen Spielräume  deutlich erweitern.</p>
<p class="bodytext">Eine Alternative besteht ferner darin,  für Schleswig-Holstein eine moderne Dienstleistungsökonomie auf den  Weg zu bringen. Denn auch künftig wird der Beitrag der Industrie zum  regionalen Wirtschaftsprodukt die gesetzten Grenzen nicht überschreiten  können. Maßstab einer zukunftsorientierten Politik sind daher die  Verbesserung der Lebensverhältnisse und die Bekämpfung der sozialen  Spaltung.</p>
<p class="bodytext">Wer einen Politikwechsel will,  wird sich für einen wirtschaftlichen Strukturwandel und ein  Landesprogramm  gegen Armut einsetzen müssen. In diesem Zusammenhang sind Mindestlohn  und armutsfeste Transfers- und Alterseinkommen zentrale Schritte, um  eine Restrukturierung der bundesdeutschen und europäischen Ökonomie  einzuleiten. Um diesen Rahmen zu konkretisieren, lädt der Landesvorstand alle Mandatsträger und Mandatsträgerinnen und Kreisvorstände am 24.  Juli zu einer eintägigen Konferenz ein.&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Soziales</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 27 May 2010 14:02:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Zum Rostocker Parteitag: Blick zurück nach vorn! </title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/zum-rostocker-parteitag-blick-zurueck-nach-vorn/</link>
			<description>„Liebe Freundinnen und Freunde,   Lothar und ich, wir geben heute den Stab weiter. Ich glaube, wir...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Liebe Freundinnen und Freunde,   Lothar und ich, wir geben heute den Stab weiter. Ich glaube, wir können  zufrieden sein, dass wir mit euch allen Vieles erreicht haben. Und jetzt   liegt es wiederum an euch allen und allen unseren Mitgliedern, dass  wir diesen Weg unbeirrbar weitergehen. Er war erfolgreich und eine  erfolgreiche  Strategie wechselt man niemals aus. Wir werden weiterhin die Partei  sein, die für Frieden und soziale Gerechtigkeit und für Demokratie  steht.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der (ehemalige)  Parteivorsitzende  Oskar Lafontaine von den Delegierten und den Mitgliedern der Partei.</p>
<p class="bodytext">Mit „standing Ovations“  begleiteten die Delegierten den Vorgang des Abschieds von einer  wichtigen  Epoche der Parteibildung der politischen Linken in Deutschland. DIE  LINKE ist aus der politischen Landschaft der Bundesrepublik nicht mehr  wegzudenken. „Wir sind die erfolgreichste Parteiengründung in der  Bundesrepublik Deutschland nach dem Krieg. Wir sind mittlerweile in  13 Landtagen wie die Grünen vertreten.“</p>
<p class="bodytext">Ohne Lothar Bisky und Gregor Gysi im Osten und Oskar Lafontaine im  Westen wäre dieses erfolgreiche Projekt einer gesamtdeutschen Linken nicht über  das hinausgekommen, was im Jahre 2005 stand: Eine krisengeschüttelte PDS im Osten und eine neue, unverbrauchte WASG im Westen. Beide Parteien  mussten mehr von diesen Führungspersönlichkeiten „zu ihrem Glück gezwungen“ werden, als dass dieser Schritt der Vereinigung zur Partei DIE LINKE ein Akt der politischen Überzeugung in weiten Teilen gewesen ist.</p>
<p class="bodytext">Noch heute ist der  Vereinigungsprozess  nicht abgeschlossen, aber der Wille ist erkennbar. Nicht umsonst hat  der Mitgliederentscheid eine so hohe Zustimmung gefunden, und das  vorgeschlagene  Personaltableau um Gesine Lötzsch und Klaus Ernst mit einer stabilen  Mehrheit gewählt. Um es im Bild eines populären Mannschaftssports  zu sagen: Wenn man keinen Netzer mehr hat, dann muss es eben die gesamte   Mannschaft machen.</p>
<p class="bodytext">Und zu dieser Mannschaft zählt  auch einer aus unserem Landesverband. Raju Sharma (MdB) ist mit 82  Prozent  zum Bundesschatzmeister gewählt worden – Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p class="bodytext">In seiner Abschiedsrede hat  Oskar Lafontaine noch einmal die Herausforderung benannt, vor der DIE  LINKE steht: „Die Parlamente und die Regierungen sind nur noch  Marionettenparlamente  und Marionettenregierungen, die den Finanzmärkten hinterher hecheln  und Riesensummen beschließen, ohne zu wissen, was sie eigentlich  machen.“ &nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Wir haben es in der Hand die  modernen Antworten auf die Finanzkrise und auf die Weltwirtschaftskrise  zu geben und konkret zu formulieren, wie eine andere Gesellschaft  aussehen  könnte. Wie rief&nbsp; Oskar Lafontaine: „Wir sind die Einzigen!“&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Lasst uns daran arbeiten: Wir  können es schaffen!!</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 17 May 2010 13:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
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			<title>Nach der Steuerschätzung:&lt;br&gt; Keine Haushaltssanierung auf Kosten der sozial Benachteiligten!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/nach-der-steuerschaetzungbr-keine-haushaltssanierung-auf-kosten-der-sozial-benachteiligten/</link>
			<description>Die Lage der öffentlichen Kassen in Schleswig-Holstein ist katastrophal. 2010 bis 2012 kommt...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext"> Die Lage der öffentlichen Kassen in  Schleswig-Holstein ist katastrophal. Mit den jetzt vorliegenden  regionalisierten  Ergebnissen der jüngsten Steuerschätzung würden &quot;die schlimmsten  Befürchtungen noch übertroffen&quot;, so Finanzminister Rainer Wiegard  (CDU). 2010 bis 2012 kommt jährlich eine Milliarde Euro weniger Steuern  in die Landeskasse als ursprünglich geplant. Ausgangspunkt ist die  Steuerschätzung vom Mai 2008. Darauf beruht bislang die Finanzplanung  der Landesregierung. Gegenüber 2008 sind die Steuereinnahmen um 570  Mio. Euro auf 6,19 Milliarden Euro zurückgegangen.</p>
<p class="bodytext">Am 26. Mai wird die schwarzgelbe  Landesregierung  ihren erwarteten Sparkurs beschließen. Erreicht werden soll mit einer  Rosskur, dass das derzeit mit 24 Milliarden Euro verschuldete Land von  2020 an ohne neue Schulden auskommt. Um dieses fragwürdige Ziel zu  erreichen, soll vor allem im öffentlichen Bereich die Axt angelegt  werden:</p><ul type="DISC"><li>Die gerade erst eingeführte    Gebührenfreiheit für das dritte Kita-Jahr soll wieder gestrichen  werden:    Einspar-Effekt - 35 Millionen&nbsp;<br>   Dagegen wehren sich Eltern und Erzieher. Die 1600 Kitas im Land seien    bereits jetzt am Limit. In Kiel müssten Eltern für eine  Ganztagsbetreuung    samt Mittagessen 280 Euro zahlen, in anderen Ländern seien es bei  gleicher    Leistung 85 Euro. </li><li>Das Universitätsklinikum    soll privatisiert bzw. teilprivatisiert werden, um das Klinikum  konkurrenzfähig    zu machen. Dazu seien Investitionen von rund 700 Millionen Euro  notwendig,    die das Land nicht aufbringen will. </li><li>Das Landesblindengeld „liegt    auf dem Prüfstand“. Nach zwei Kürzungen in den letzten zehn Jahren    liegt das Gesamtvolumen liegt bei rund 17 Millionen Euro im Jahr.</li><li>Der neue Pflichtstundenerlass    sieht vor, dass die Lehrer an den Regional- und Gemeinschaftsschulen    je nach Laufbahn zwischen 24,5 und 27,4 Stunden unterrichten. Geplant    waren einheitlich 26 Stunden. Auch den Gymnasiallehrern soll eine  Stunde    mehr aufgebrummt werden.</li><li>Polizisten, die wegen der    besonderen Belastungen bisher mit 60 Jahren in Ruhestand gehen, sollen     künftig länger Dienst tun - mindestens auf freiwilliger Basis. </li><li>Selbst die Kulturförderung    wird gekürzt und trifft kleine Privat-Theater ebenso wie das  Schleswig-Holstein    Musik Festival. </li><li>Die Streichung von 5000 Stellen    im Öffentlichen Dienst soll den Haushalt um jährlich 250 Millionen    Euro entlasten </li></ul><p class="bodytext">Um all die Maßnahmen durchzusetzen  schwingen  die verantwortlichen Politiker nun die „Griechenland“-Keule: Das  Land habe Jahrzehnte über seine Verhältnisse gelebt, so  CDU-Finanzexperte  Tobias Koch. &quot;Wir sehen heute mit Bestürzung in Griechenland,  wozu das auf lange Sicht führt.&quot; Das Land könne nicht mehr so  viel leisten wie bisher, Wer keine griechischen Verhältnisse wolle,  müsse magere Jahre in Kauf nehmen.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Diese  jetzt in der Öffentlichkeit den  Griechen angehängte &quot;Faulheit&quot; ist platter Chauvinismus und  entbehrt jeder Grundlage: Die durchschnittliche Jahresarbeitszeit gehört   zu den längsten in Europa (hunderte Arbeitsstunden länger als in  Deutschland).  Griechenland hängt nicht, hinter der Produktivitätsentwicklung in  Deutschland hinterher. Im Gegenteil: Die Produktivität pro Arbeitsstunde   ist in Griechenland seit der Einführung des Euro 1999 doppelt so stark  gestiegen wie in Deutschland.</p>
<p class="bodytext">Tatsächlich geht es gar nicht mehr um  Griechenland, sondern um die Folgen einer sich in den letzten  Jahrzehnten  Verschiebung der Machtstrukturen zwischen Politik und Finanzmärkten.  Wer hat nicht im Ohr die Meldung vom Wahlsonntag, dass der Finanzgipfel  der 16 Euro-Staaten schnell handeln einen gigantischen Schutzschirm  für den überschuldeten Euroraum aufspannen mussten, weil „die Märkte  nicht mehr warten“. Die Herrschaft der Märkte ist die Ursache der&nbsp;  Schuldenkrise. Das Hineinpumpen von riesigen Summen in die  Stabilisierung  des Kredit- und Bankensysteme schafft keine neue Einnahmequellen für  die Staaten, solange die Realwirtschaft wieder entsprechend aufgestellt  ist und ein neues Steuergesetz die Umverteilung nach oben stoppt.</p>
<p class="bodytext">DIE LINKE bekräftigt noch einmal, dass  Schleswig-Holstein sich nicht aus seiner Schuldenkrise heraussparen  kann. Eine Alternative besteht darin aus den Defiziten herauszuwachsen. </p>
<h3><strong>Kommunen in Not!</strong></h3>
<p class="bodytext">Für&nbsp; die Kreise, Städte und Gemeinden  wird es immer dramatischer: Die für das laufende Jahr geschätzten  Einnahmen aus eigenen Steuern und kommunalem Finanzausgleich sinken  auf unter drei Milliarden Euro. Das seien noch einmal 375 Millionen  Euro weniger als ursprünglich für 2010 geschätzt. Bis 2014 müssten  die Kommunen mit Einnahmeausfällen von 1,8 Milliarden Euro rechnen. </p>
<p class="bodytext">Hinzu kommt, dass das Land seit dem Jahr  2007 fortlaufend mit 120 Mio. €&nbsp;in den Kommunalen Finanzausgleich  eingreift. Zum Ende des Jahres 2010 wird sich der Eingriff in den  Kommunalen  Finanzausgleich mithin auf 480 Mio. €&nbsp;addiert haben. Noch  unberücksichtigt  in diesen Zahlen sind die Auswirkungen des  Wachstumsbeschleunigungsgesetzes,  die in Schleswig-Holstein die kommunale Einnahmebasis jährlich um ca.  60 Mio. € (35 Mio. € in 2010) verringern.</p>
<p class="bodytext">Die strukturelle Verschuldung der  Kommunen  wurde und wird durch die Bundesregierungen verursacht, in zweiter Linie  durch die Landesregierungen. Nach der deutschen Vereinigung agierten  die Bundesregierungen von Rot-Grün /Schwarz-Rot und aktuell Schwarz-Gelb   nach dem neoliberalen Muster: Neben der Aufwertung der Großbanken und  der Export- und Energiekonzerne gehört dazu die Abwertung des  öffentlichen  Dienstes und der Kommunen. Allein die Steuergesetzgebung der  schwarz-roten  Bundesregierung seit 2005 bringt den Kommunen bis 2013 einen Verlust  von knapp 20 Milliarden Euro. </p>
<p class="bodytext">Die Kommunen sind aufgrund der eigenen  Situation nicht mehr in der Lage, einen eigenen Beitrag zur  Konsolidierung  des Landeshaushaltes zu leisten. Und in den Jahren 2007/2008 hat die  schwarzrote Koalition durch den Eingriff in den kommunalen  Finanzausgleich  den Kommunen die Möglichkeit genommen worden, sich für wirtschaftliche  Notlagen zu rüsten. Kommunen suchten nach Auswegen aus der  Schuldenfalle.  Manche dieser Lösungsansätze haben sich als Irrwege erwiesen:  Privatisierungen,  Veräußerungen von öffentlichem Eigentum und Vermögen sowie  Cross-Border-Leasing  und Spekulationsgeschäfte spülten zwar kurzzeitig mehr Geld in die  öffentlichen Kassen, hatten aber verheerende Folgen für Städte und  Gemeinden. Die Kommunen begaben sich in die Abhängigkeit von Banken  und Finanztransaktionsjongleuren. Dadurch verloren sie politischen  Einfluss  auf die formelle Gestaltung sowie die Qualität der Erbringung von  öffentlichen  Aufgaben der Daseinsvorsorge.</p>
<h3><strong>Linke Alternativen</strong></h3>
<p class="bodytext">Die Kommunen sind relativ gesehen viel  stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen, weil ihre  Steuereinnahmen  zu wesentlichen Teilen von der Gewerbesteuer auf Unternehmensgewinne  abhängen. Wegen der Ausfälle werden die Kommunen zuerst die  Investitionstätigkeit  einstellen. Das ist schlimm genug, aber es geht noch weiter: Viele  Kommunen  werden schon bald ihre gesetzlichen Pflichtaufgaben nicht mehr  wahrnehmen  und leisten können.&nbsp;<br /> &nbsp;<br /> DIE LINKE lehnt alle Versuche, die knappen Kassen auf Kosten der sozial  Schwachen und Bedürftigen zu sanieren, ab. Wir müssen weg von der  extrem konjunkturabhängigen Gewerbesteuer und hin zu einer  Gemeindewirtschaftsteuer.  Als wichtiger Schritt muss die Bemessungsgrundlage z.B. durch die  Einbeziehung  von gutverdienenden Selbstständigen wie Ärzten und Anwälten ausgeweitet  werden. Als Sofortmaßnahme muss die Gewerbesteuerumlage von den  Gemeinden  an den Bund abgeschafft werden, damit die Gemeinden von ihren wenigen  Einnahmen nicht auch noch Teile an den Bund abtreten müssen. </p>
<p class="bodytext">Mit einem Schutzschirm für Kommunen  wollen wir erreichen, dass die Kommunen in den nächsten Jahren ihre  Handlungsfreiheit erhalten. Für den erfolgreichen Kampf um die kommunale   Selbstverwaltung ist der gemeinsame Widerstand mit von Kürzungen  Betroffenen  notwendig. </p>
<h3>Durchführung einer Landeskonferenz:  Kommunen in Not</h3>
<p class="bodytext">In vielen Kommunen sind die  Haushaltslöcher  inzwischen so groß, dass sie das Maß&nbsp;an kurzfristigen  Einsparmöglichkeiten  übersteigen. Aber „Da können wir nichts machen!“ ist auch keine  Lösung. Deshalb lädt der Landesvorstand alle Mandatsträger und  Mandatsträgerinnen  und Kreisvorstände im Sommer zu einer eintägigen Konferenz ein. Dort  werden wir gemeinsam Konzepte beraten, wie die Kommunen in den nächsten  Jahren ihre Handlungsfreiheit zurückgewinnen können. Ziel der Konferenz  soll sein, einen Aktionsrahmen zu verabreden, mit dem es uns gelingt  in den nächsten Monaten auf den Straßen und Märkten in  Schleswig-Holstein  vor Ort sein. </p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 12 May 2010 16:36:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Beabsichtigte Kita-Kürzungen durch Schwarz-Gelb: DIE LINKE unterstützt Proteste der Eltern und Erzieher/innen</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/beabsichtigte-kita-kuerzungen-durch-schwarz-gelb-die-linke-unterstuetzt-proteste-der-eltern-und-erz/</link>
			<description>DIE LINKE fordert von der Landesregierung deutlich höhere Investitionen in der...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">DIE LINKE fordert von der Landesregierung deutlich höhere Investitionen in der Kindertagesbetreuung. Anlass sind die landesweiten Auftaktveranstaltungen und Demonstrationen des Aktionsbündnisses „Kürzt den Kindern nicht die Zukunft“ an&nbsp;vielen Orten in Schleswig-Holstein, wie auch in Norderstedt, als Stadt sogar dem&nbsp; Bündnis beigetreten, Wahlstedt, Bad Segeberg und anderswo. <br /></p>
<p class="bodytext">DIE LINKE. Schleswig-Holstein unterstützt und begrüßt Aktionen und den Widerstand des Bündnisses. Dessen Ziele deckten sich mit den programmatischen Forderungen der LINKEN. Der Druck aus der Mitte der Gesellschaft wird immer deutlicher. Die Landesregierung müsste aus den gerechtfertigten Forderungen Konsequenzen ziehen. Sie muss sich jetzt deutlich gegen die beabsichtigte Streichung des beitragsfreien dritten Kitajahres aussprechen. Es gibt ein gesamtgesellschaftliches Interesse gegen Abbau von Bildungsstandards, die Qualitätsstandards in den Kitas müssen deshalb nicht gesenkt, sondern erhöht werden. Das betrifft die Ausstattung genauso wie die Gruppengrößen. Und selbstverständlich betrifft es auch die Ausbildung und die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten.<br /><br />Bei der frühkindlichen Bildung sind wir nicht nur Schlusslicht in Europa, sondern auch in Deutschland. In anderen Bundesländern gibt es das dritte beitragsfreie Kita Jahr längst. Für einen Ganztagesplatz werden die Eltern dagegen in Schleswig-Holstein mit einem bundesweiten Höchstsatz von € 280,- monatlich zur Kasse gebeten. Gleichzeitig werden wir von den Mövenpick-Parteien, deren schwarz-gelbe Bundestagsabgeordneten alle dem Wirtschaftsbeschleunigungsgesetz zugestimmt hatten, ständig mit Sonntagsreden über Bildung überzogen. Die Schäbigkeit, Vergünstigungen für Reiche bei den Schwächsten der Gesellschaft einzusparen, ist unerträglich.<br /></p>
<h3>DIE LINKE fordert vom Land Schleswig Holstein:</h3>
<p class="bodytext">Keine Streichung des beitragsfreien Kitajahres! <br />Keine weitere Verschlechterung der Kita-Standards! <br />Keine weiteren Kürzungen der Landesmittel!<br />Arbeitsbedingungen der Erzieher/innen deutlich verbessern!<br /></p>
<p class="bodytext">&nbsp;</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Bildung</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 11 May 2010 19:45:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nach NRW-Wahl: Schwarz-Gelb hat keine politische Mehrheit mehr - LINKE im Landtag</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/nach-nrw-wahl-schwarz-gelb-hat-keine-politische-mehrheit-mehr-linke-im-landtag/</link>
			<description>Die WählerInnen in NRW haben das ständige Gezänk in der schwarzgelben Koalition in Berlin, vor...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Die WählerInnen in NRW haben das ständige Gezänk in der schwarzgelben Koalition in Berlin, vor allem die nervende Debatte um Steuersenkungen, abgestraft. Im Bundesrat wird es für die Bundesregierung schwieriger, und die beabsichtigten Steuersenkungen und die Kopfpauschale im Gesundheitswesen, haben kaum mehr Chance auf den Weg gebracht zu werden.<br /><br />Dem Versuch der schwarz-gelben Regierungskoalition, mit neoliberaler Medizin die Folgen der schwersten Wirtschafts- und Finanzkrise zu bekämpfen, ist eine harte Abfuhr erteilt worden. Die CDU verlor gegenüber der Landtagswahl 2005 über eine Million Stimmen und die FDP hat wegen ihrer neoliberalen Mantra gegenüber dem herausragenden Wahlergebnis bei der Bundestagswahl 2009 fast 900.000 WählerInnen verloren.<br /><br />Die ständige regierungsamtliche Schönfärberei, die Große Krise sei im Wesentlichen durchgestanden, ist mit der drohenden Staatspleite Griechenlands und anderer europäischer Länder widerlegt. Die grandiose Niederlage der CDU (Absturz im Stimmenanteil von 44,8% auf 34,6%) kommt auch darin zum Ausdruck, dass sie 2010 mehr Stimmen verloren hat, als sie 2005 gewonnen konnte. Ein Drittel der verlorenen WählerInnen protestierte durch Verweigerung der Stimmabgabe und ein Teil wechselte zur SPD. <br /><br />Die ersten beiden Jahren der CDU-FDP-Koalition in NRW haben nach dem neoliberalen Credo &quot;Privat vor Staat&quot; zur Zerstörung von Landesstrukturen geführt. Nach Einsetzen der Krise war Ministerpräsident Rüttgers als &quot;Arbeiterführer&quot; rhetorisch von der harten Variante des Neoliberalismus abgewichen, letztendlich waren dies aber keine Angebote gegen die zunehmende Prekarisierung von Arbeitsverhältnissen. Auch in der Bildungspolitik ist die Landesregierung verknüpft mit der Einführung von Studiengebühren, dem Turbo-Abitur, dem sogenannten Kinderbildungsgesetz, das den Zugang zur Kinderbetreuung an die finanziellen Spielräume der Eltern knüpfte. Mit Einsetzen der Wirtschafts- und Finanzkrise konnte die Landesregierung nichts beisteuern, um die Arbeitsplatzverluste zu bekämpfen oder aufzufangen. In der Energiepolitik unterstützte sie die Politik der Bundesregierung zur Laufzeitverlängerung der AKWs.<br /><br />Die Wahlbeteiligung ist von 63% in 2005 auf 59,3% gesunken – die 5,5 Mio. NichtwählerInnen sind eindeutig die stärkste &quot;Partei&quot;. Es haben mehr BürgerInnen ihre staatsbürgerlichen Rechte nicht wahrgenommen als zusammengenommen CDU und SPD gewählt haben. Die Sozialdemokratie hat ihr &quot;Comeback&quot; bejubelt, obwohl sie gegenüber der Landtagswahl 2005 fast 400.000 Stimmen verloren hat und von den Zeiten als eindeutig stärkste politische Kraft im Land zwischen Rhein und Ruhr meilenweit entfernt ist. Die SPD hat den prozentualen Stimmenanteil gegenüber der Bundestagswahl zwar deutlich (von 28,5% auf 34,5%) steigern können, doch tritt sie in absoluten Stimmen auf der Stelle (2,675 Mio.). Sie hat also noch eine Menge an Vertrauensverlust zu überwinden und konnte ihr Ziel, DIE LINKE aus dem Landtag herauszuhalten, nicht erreichen.<br /><br />Eine klare Mehrheit gibt es in NRW nur für eine große Koalition aus Sozial- und Christlichdemokraten, doch die ist für die Beteiligten eine höchst unattraktive Variante. Die Grünen haben sich nicht zu Unrecht als &quot;wahre&quot; Sieger der NRW-Wahl gefeiert. Sie konnten gegenüber der Landtagswahl 2005 430.000 Stimmen hinzugewinnen und damit das bei der Bundestagswahl erreichte Wählerpotenzial ausschöpfen. <br /><br /></p>
<h3>DIE LINKE im größten Flächenland im Landtag</h3>
<p class="bodytext">Als Plus kann DIE LINKE in NRW verbuchen, dass die Verankerung in der Fläche immer breiter wird, sich die Stimmenanteile in den ländlichen Gebieten dem Landesdurchschnitt annähern und die Stimmenzahl um ein Viertel über der letztjährigen Kommunalwahl liegen. DIE LINKE schnitt vor allem dort gut ab, wo sie bereits vor dem Landtagswahlkampf die Finanznot der Kommunen thematisiert und bis in die Tiefe der Zivilgesellschaft den latenten Widerstand gegen die Zerstörung der sozialen und der freizeit-kulturellen Infrastruktur unterstützt hat: Duisburg mit rot-rot-grünen Kooperationsvereinbarungen, Wuppertal in der Verbindung von Stadtratsarbeit, offiziellen Verbandsstrukturen und außerparlamentarischem Protest, Dortmund passiv durch den Wahlbetrug der SPD-Seilschaften. <br /><br />DIE LINKE hat mit ihrem Plädoyer für einen radikalen Politikwechsel den Einzug in den Landtag geschafft und ist damit endgültig im politischen System dieses Landes etabliert.&nbsp; Dafür gilt den GenossInen vor Ort ein aufrichtiger Glückwunsch! Festzuhalten ist aber auch, dass DIE LINKE von ihren 790.000 Wählerinnen und Wählern bei der Bundestagswahl im letzten Herbst nur 435.000 hat halten können. Bei den Arbeitern erreichte sie nur einen Stimmenanteil von 11% und bei den Arbeitslosen von 16%. Das Plakatthema &quot;Bildung - gebührenfrei&quot; war nur für 23% der WählerInnen der LINKEN entscheidend bei der Stimmabgabe, die soziale Gerechtigkeit für 55% und für fast 80% der NeuwählerInnen die Verweigerung der Griechenlandkredite durch die Bundestagsfraktion.<br /><br />Die Mandatsverteilung im Landtag von NRW würde auch eine rot-rot-grüne Koalition aus Sozialdemokraten, Grünen und LINKEN ermöglichen. Die Grünen haben bereits am Wahlabend diese Konstellation nicht ausgeschlossen. Ob die SPD auf DIE LINKE zugeht, ist mehr als zweifelhaft, denn ein Bündnisangebot an DIE LINKE würde die internen Spannungen innerhalb der SPD enorm verschärfen.&nbsp; <br /><br />Es gehört nicht viel Phantasie dazu sich vorzustellen, dass die schleswig-holsteinischen Koalitionäre sehr genau nach Düsseldorf schauen. Auch sie wollen die schleswig-holsteinischen BürgerInnen mit einem brachialen Sparkurs &quot;beglücken&quot;. Schon heute wird sichtbar, dass dies nicht ohne Widerstand der Bevölkerung bleibt: Ob es der stärker werdende Protest der Eltern und ErzieherInnen gegen die Kitagebühren, der kommende Streik von Lehrern und Schülern gegen das Bildungschaos, oder die Bereitschaft der Beschäftigten der Sparkassen sich gegen die drohende Teilprivatisierung der Geldinstitute zur Wehr zu setzen. Die desolate finanzielle Situation der Kommunen grenzt an Handlungsunfähigkeit und stellt die Betroffenen vor unlösbare Probleme, weil gar nichts mehr zum Einsparen da ist, soll nicht jegliche Grundversorgung eingestellt werden.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 10 May 2010 18:47:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Hände weg vom Sparkassengesetz!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/finger-weg-vom-sparkassengesetz/</link>
			<description>Rund 1200 Menschen haben am Montag in Kiel gegen die geplante Änderung des schleswig-holsteinischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Rund 1200 Menschen haben am Montag in Kiel gegen die geplante Änderung des schleswig-holsteinischen Sparkassengesetzes durch die schwarz-gelbe Koalition demonstriert. Zu dem Protest am Rande einer Veranstaltung des Landkreistages zu dem Gesetzentwurf hatten die Gewerkschaft ver.di und die Arbeitsgemeinschaft der Betriebs- und Personalräte in den Sparkassen aufgerufen.<br /><br />Um gegen die mit der Gesetzesänderung verbundenen Gefahren zu demonstrieren, nahmen auch viele Beschäftigte der Sparkasse Holstein aus dem gesamten Geschäftsgebiet von Hamburg bis Fehmarn an dieser Kundgebung teil. Die von den Fraktionen der FDP und CDU im Landtag Schleswig-Holstein auf den Weg gebrachte Änderung des Sparkassengesetzes gefährde die öffentlichen Sparkassen, die Arbeitsplätze in diesen Sparkassen und auch das regionale gesellschaftliche Engagement massiv.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Das Gesetz zielt darauf ab, dass die Hamburger Haspa Finanzholding künftig bei den &quot;befreundeten Sparkassen in Schleswig-Holstein&quot; einsteigen kann. Wenn die Haspa bei den Sparkassen einsteigen darf, ist die Option eröffnet, dass sich Privatbanken bei der EU dasselbe Recht erstreiten und damit das öffentlich-rechtliche Finanzwesen in Richtung Privatisierung treiben. Die Arbeitsgemeinschaft der Betriebs- und Personalräte in den schleswig-holsteinischen Sparkassen sieht darin „mittelfristig eine Gefährdung der regional verankerten Sparkassen. </p>
<p class="bodytext">Allein in Schleswig-Holstein geht es dabei um rund 9.000 Arbeitsplätze sowie ein erhebliches Steueraufkommen.“ Auch lehnen viele Sprecher der Kommunen und der Sparkassen und deren Verbände diesen Entwurf ab.<br /><br />Hintergrund dieses Vorstoßes der schwarzgelben Koalition ist die desaströse Haushaltssituation des Landes und Schieflage der öffentlich-rechtlichen Finanzwirtschaft in Schleswig-Holstein. Durch die Risikogeschäfte der HSH Nordbank mussten die Sparkassen einen Vermögensverlust in dreistelliger Millionenhöhe hinnehmen. Schleswig-Holsteins Sparkassen- und Giroverband fordert seitdem von der Landesregierung, ihren Anteil von 14,8 Prozent an der HSH Nordbank zu übernehmen. <br />Der Anteil der Sparkassen an der angeschlagenen HSH Nordbank hatte einen Wert von 700 Mio. Euro, und steht jetzt mit 370 Mio. Euro in den Büchern, was diese stark belastet. Zusätzlich hat der Sparkassenverband auch mit hausgemachten Altlasten zu kämpfen (Sparkasse Südholstein und Nospa). Der Druck, der auf den Sparkassen lastet, zwingt den Sparkassenverband alle Möglichkeiten zur Stärkung der Eigenkapitalausstattung der Sparkassen auszuloten. Die Änderung des Sparkassengesetzes schafft keine Entlastung, sondern würde das bestehende Problem verschärfen. Auch ohne Änderung des Sparkassengesetzes ist die Aufstockung der Kapitaldecke mittels stiller Einlagen möglich. <br /><br />Es ist ein Gebot demokratischer Kontrolle, dass die politischen Entscheidungen in den Sparkassen ebenfalls von Menschen aus der Region getroffen werden. Dies ist durch ihre kommunale Trägerschaft abgesichert. Deshalb sind alle Versuche abzulehnen, die Kontrolle über die Sparkassen mittels Einführung z.B. von übertragbarem Stammkapital an andere öffentlichen-rechtliche Institutionen (wie z.B. der HASPA) regional aus der Hand zu geben und für private Investoren und deren Renditeziele zu öffnen.<br />DIE LINKE fordert: Die Landesregierung muss der Forderung der Sparkassen nach Übernahme ihrer Anteile bei der HSH-Nordbank endlich nachkommen. Gemessen an den Milliardenkosten für ein Fass ohne Boden, handelt es sich hierbei um überschaubare Beträge für eine sinnvolle Investition. Die Öffnung des Eigenkapitals bei den Sparkassen ist kein Beitrag zur Stärkung der dritten Säule der Bankenwirtschaft.<br /><br />DIE LINKE steht für ein Bankensystem aus drei Säulen: Sparkassen, Genossenschaftsbanken und staatliche Großbanken. Ein funktionierender Finanzsektor ist ein öffentliches Gut, seine Bereitstellung daher eine öffentliche Aufgabe. Durch strikte Regulierung ist zu gewährleisten, dass der Bankensektor in Zukunft wieder seinen öffentlichen Auftrag erfüllt: die zinsgünstige Finanzierung wirtschaftlich sinnvoller Investitionen insbesondere auch kleiner und mittlerer Unternehmen, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und Bereitstellung eines kostenlosen Girokontos für jedermann, sichere Anlage privater Ersparnisse.</p>
<p class="anreisser"><a href="http://www.linke-sh.de/fileadmin/user_upload/dokumente/pdf/Sparkassen-Flyer.pdf" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Zum Flugblatt</a><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 03 May 2010 09:55:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>1. Mai: Gegen Hungerlöhne und Leiharbeit!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/1-mai-gegen-hungerloehne-und-leiharbeit/</link>
			<description>Der 1. Mai 2010 steht unter dem Eindruck der aktuellen Finanzkrise in Griechenland. IWF, die...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Der 1. Mai 2010 steht unter dem Eindruck der aktuellen Finanzkrise in Griechenland. IWF, die Europäische Zentralbank und – vor allem die Schwarzgelbe Regierung in Berlin verknüpft Unterstützung für Griechenland mit knallharten Bedingungen zu Lasten der Bevölkerung: Im öffentlichen Dienst sollen die Einkommen auf zwölf Monatsgehälter gekürzt, Urlaubs- und Weihnachtsgelder komplett gestrichen werden. Zusätzlich ist geplant, alle Gehälter um 18-30% zu kürzen und die Renten für Jahre einzufrieren. Ein solcher Kurs stellt für die Bevölkerung eine untragbare Belastung dar und wird durch eine höhere Besteuerung des Geld- und Immobilienbesitzes nicht sozial ausgewogen. </p>
<p class="bodytext"><br /></p>
<p class="bodytext">Dagegen wenden sich die griechischen Gewerkschaften. DIE LINKE in Schleswig Holstein erklärt sich mit den Anliegen der griechischen Bevölkerung solidarisch.<br /><br />Im eigenen Land nehmen die zwar die erfreulicherweise die Arbeitslosenzahlen ab, aber seit einigen Jahren erodiert in Deutschland das „Normalarbeitsverhältnis“. Immer weniger Menschen haben gute Arbeitsbedingungen und unbefristete Arbeitsverhältnisse, aber die Lohnschraube wird fortgesetzt nach unten gedreht. <br />Der konjunkturelle Aufschwung führt in diesem und im kommenden Jahr zu einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit auf erhöhtem Niveau. <br />DIE LINKE. Schleswig-Holstein ruft zur Teilnahme an den Maiveranstaltungen auf, die der DGB unter dem Motto „Wir gehen vor! Gute Arbeit. Gerechte Löhne. Starker Sozialstaat.“ veranstaltet. Wir unterstützen die Forderung des DGB, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss und nicht den Spekulanten. <br /><br />Wie der DGB lehnen wir die von CDU und FDP geplante Kopfpauschale bei der Krankenversicherung ab. Aber auch die Beschädigungen des Sozialstaats durch die letzten Bundesregierungen von SPD und Grünen beziehungsweise CDU und SPD müssen rückgängig gemacht werden. <br /><br /></p>
<h3>DIE LINKE fordert:<br></h3>
<p class="bodytext">• Wir wollen einen gesetzlichen Mindestlohn von 10 €, damit das Lohndumping ein Ende hat Inzwischen müssen 1,3 Millionen Menschen Hartz IV beziehen, weil ihr Lohn nicht zum Leben reicht.<br />• Die Rente erst ab 67 muss rückgängig gemacht werden, denn sie bedeutet nichts anderes als die Kürzung der Renten. Altersarmut ist ein Skandal mit dem wir uns nicht abfinden werden.<br />• Weg mit Hartz IV! Die Zumutungen von Guido Westerwelle und Hannelore Kraft gegenüber Hartz IV BezieherInnen lehnen wir entschieden ab. Ein-€-Jobs müssen in tariflich bezahlte, öffentliche Beschäftigung umgewandelt werden. Für ein menschenwürdiges, bedarfsgerechtes und repressionsfreies System sozialer Sicherung.<br />• Die Kosten der Die Finanzmarktkrise dürfen nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt, werden, sondern die Verursacher der Krise, die Zocker und Spekulanten müssen zur Kasse gebeten werden.<br /><br />Gerade in der Wirtschaftskrise brauchen wir starke Gewerkschaften. DIE LINKE steht fest an der Seite der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften.<br />Wir rufen alle unsere Mitglieder auf, an den Veranstaltungen des DGB in Kiel, Neumünster, Rendsburg, Lübeck, Heikendorf, Schönberg, Flensburg,&nbsp;&nbsp; Eckernförde, Itzehoe, Lägerdorf, Husum, Kappeln, Heide, Wedel und Bargteheide teilzunehmen und Flagge zu zeigen.<br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 30 Apr 2010 15:16:00 +0200</pubDate>
			<enclosure url="http://linke-sh.de/uploads/media/Mai-Flugblatt.pdf" length ="513761" type="application/pdf" />
		</item>
		
		<item>
			<title>Mehr als 120.000 Menschen fordern „Atomkraftwerke abschalten!“</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/mehr-als-120000-menschen-fordern-atomkraftwerke-abschalten/</link>
			<description>„Wir sind überwältigt von diesem Erfolg. Der Protest war groß, er war vielfältig und bunt, er hat...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„Wir sind überwältigt von diesem Erfolg. Der Protest war groß, er war vielfältig und bunt, er hat Spaß gemacht. Die hoch gesteckten Ziele, eine 120 Kilometer lange Menschenkette zu bilden und zugleich den Schrottmeiler Biblis zu umzingeln, haben wir gemeinsam erreicht“, so die Veranstalter. Offenkundig haben sie mit dieser Form der Demonstration den Nerv vieler Menschen getroffen, denen die alten Formen der Protestbekundung als fad und abgelatscht erscheinen. </p>
<p class="bodytext">Mit Hilfe der Kommunikationstechniken des 21. Jahrhundert ist es gelungen, die größte Massenkundgebung gegen die Nutzung der Atomkraft seit über 25 Jahren zu organisieren. Die Beteiligung an einer Menschenkette hat einen hohen Anteil an Spaß und Eventcharakter und ist obendrein so angelegt, dass viele Menschen quasi „vor der Haustür“ sich beteiligen konnten. Sicher wird diese Art der Demonstrationsform beispielgebend sein für andere Bereiche des Protestes gegen gesellschaftliche Fehlentwicklungen. Die andere Seite ist, dass diese Organisationsform teuer ist und deshalb jetzt noch über 30.000 Euro in den Kassen der Veranstalter fehlen. Dieses Defizit muss nun durch ein aktives Spendenverhalten der unterstützenden Organisationen, Privatpersonen und Parteien ausgeglichen werden. (Zur Spendenmöglichkeit weiter unten). <br /><br />Mit dieser großen Aktion haben die Menschen gezeigt, dass die Absicht der politischen Eliten und der Vorstände der Energie-Konzerne, den von der rotgrünen Bundesregierung beschlossene halbherzigen „Ausstieg aus der Atomenergie“ in einen „Ausstieg aus dem Ausstieg“ bei Verlängerung der Laufzeiten der bestehenden Atomkraftwerke umzuwandeln, auf großen Unwillen stößt. Es besteht die Gefahr, dass die schwarzgelbe Regierung nach der Wahl in Nordrhein-Westfalen ihr Versprechen an die großen Energiekonzerne einlösen will. Zudem wird in nächster Zeit darüber entschieden werden, ob die beiden Pannenreaktoren Krümmel und Brunsbüttel wieder ans Netz gehen.<br /><br />Die Breite und Heterogenität des Bündnisses erlaubt auch die Beteiligung von Menschen, deren geschäftliche Interessen für regenerative Energien das mobilisierende Element sind. In die Proteste, die sich gegen eine Verlängerung der Laufzeiten der 17 Atommeiler in Deutschland und für deren sofortige Abschaltung richteten, reihten sich mit Sigmar Gabriel (SPD) und Jürgen Trittin (Grüne) auch die Verantwortlichen jenes rot-grünen Regierungsbündnisses ein, die damals den halbherzigen Ausstieg bis 2020 beschlossen hatten. Es war ihnen nicht zu peinlich, symbolisch vor den Kameras ein rotgrünes Bündnis vor den Landtagswahlen in NRW medienwirksam in Szene zu setzen. Damit haben sie wieder die Skepsis der meisten TeilnehmerInnen gegen „die Politiker“ bestätigt.<br /><br />Im Schleswig-Holsteinischen Landtag wurde der Antrag der LINKEN, mit sofortiger Wirkung alle drei schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke abzuschalten mit der Mehrheit der Grünen, FDP, CDU und SSW abgelehnt. In Brokdorf, Standort eines Atomkraftwerks, forderte der Klaus Ernst (LINKE-Bundestagsfraktion): „So schnell wie möglich alle abschalten.“<br /><br />Große Teile von FDP und CDU/CSU sowie die großen Energiekonzerne fordern, die Atomkraftwerke in Deutschland deutlich länger am Netz zu lassen und die Laufzeiten bis zum Jahr 2050 zu verlängern. Dabei haben sie einen großen Teil der Menschen im Lande gegen sich, aber festzuhalten ist auch, dass das Bewusstsein über die Gefährlichkeit dieser Technologie mehrheitlich nicht mehr prägend ist. Die drastisch gestiegenen Energiepreise haben die Diskussion über längere Laufzeiten für die deutschen Atomkraftwerke neu entfacht.<br /><br />„Das Wachstum der vergangenen 250 Jahre basierte vor allem auf der Nutzung fossiler Energieträger, zunächst der Kohle und seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts von Erdöl und Erdgas. Die Öl-, Kohle- und Gasreserven sind jedoch begrenzt. Der Höhepunkt der Förderung wird in absehbarer Zeit erreicht sein. Danach wird das Angebot von fossiler Energie rückläufig sein, während die Nachfrage infolge des immer noch riesigen Bedarfs an fossilen Energien in den Industrieländern und den Schwellenländern steigt. Unter kapitalistischen Bedingungen wird dies die Preise der fossilen Energieträger und dabei auch die Profite der Energiekonzerne hochtreiben und auf diese Weise auch ihre gesellschaftliche und politische Macht weiter stärken. (…) Immer deutlicher wird: Eine ökologisch nachhaltige Entwicklung steht im Widerspruch zur kapitalistischen Wachstumslogik. Die ökologische Frage ist zugleich eine ökonomische, soziale und kulturelle – eine Systemfrage.“ (aus dem Programmentwurf)<br /><br />„Wir wollen die Energiekonzerne in öffentliches Eigentum überführen und einer demokratischen Kontrolle unterstellen. Das Energiekartell muss entflochten, die Energieversorgung weitgehend rekommunalisiert, die Energiemonopole müssen schrittweise aufgelöst werden. Wir wollen den unverzüglichen Ausstieg aus der Nutzung der Atomenergie.“<br /><br />In einer Umfrage für den stern sprechen sich 46 Prozent der Bürger für eine Verlängerung der Laufzeit aus. Allerdings entzweit die Frage die Deutschen: Ebenfalls 46 Prozent wollen, dass sämtliche Kernkraftwerke wie im Atomkonsens vorgesehen bis zum Jahr 2021 abgeschaltet werden.<br /><br />Je nach Parteipräferenz ergibt sich ein stark unterschiedliches Bild. Die größte Zustimmung zur Atomenergie findet sich bei den Anhängern von Union und FDP: 59 Prozent der Unions-Wähler und fast drei Viertel der FDP-Wähler (73 Prozent) befürworten einen Weiterbetrieb der Anlagen auch über 2021 hinaus.<br /><br />Demgegenüber möchte nur ein Drittel der SPD-Anhänger (34 Prozent), dass die Kernenergie länger als geplant genutzt wird. Rund jeder fünfte Wähler der Grünen (21 Prozent) wäre mit einer längeren Akw-Laufzeit einverstanden, bei den Linken ist es fast jeder Zweite (46 Prozent).Für die Umfrage hat das Forsa-Institut am 7. Juli 2008 1000 Bürger befragt.<br /><br />Noch ist nicht nur Überzeugungsarbeit in der Gesellschaft dafür zu leisten, sondern auch innerhalb unserer Partei, dass „die ökologische Frage zugleich eine ökonomische, soziale und kulturelle – eine Systemfrage ist“.<br /></p>
<h3>Spendenaufruf:</h3>
<p class="anreisser">Bitte hilf mit, die Kosten für die Menschenkette zu tragen! Noch gut 30.000 Euro der Mobilisierungs- und Aktionskosten sind offen. Du kannst Deine Spende hier eintragen, damit wir sie von Deinem Konto abbuchen: <a href="https://www.ausgestrahlt.de/aktionen/menschenkette/spenden" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >LINK</a> <br /><br />Oder Du überweist mit dem Stichwort &quot;Kette&quot; auf das<br /> .ausgestrahlt-Spendenkonto 2009 306 400 bei der GLS-Bank, BLZ 430 609 67.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 18:51:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Plön bleibt bunt! Für eine offene und sozial gerechte Gesellschaft</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/ploen-bleibt-bunt-1/</link>
			<description>Bereits seit einiger Zeit ist  zu beobachten, dass die „Deutsche Volksunion“ (DVU) versucht, sich ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Bereits seit einiger Zeit ist  zu beobachten, dass die „Deutsche Volksunion“ (DVU) versucht, sich  in der rechten Szene wieder ins Gespräch zu bringen. Wurde die Partei  bei der Landtagswahl 1992 in Schleswig-Holstein mit 6,3 Prozent noch  drittstärkste Kraft, so zerfiel ihre Landtagsfraktion nach einem Jahr.  Nach der Kundgebung auf dem Husumer Marktplatz Anfang März (siehe <a href="http://fair-berichten.de/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1761:dvu-legte-katastrophalen-start-in-nordfriesland-hin&amp;catid=182:schleswig-holstein&amp;Itemid=182" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Link</a>) war nun der Plöner Markt  Ziel  der braunen Truppe.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Der Anmelder der Kundgebung,  Hans-Gerd Wiechmann, ist Landesvorsitzender der niedersächsischen DVU.  In der Vergangenheit war er Mitglied der Republikaner und kandierte  2005 für die NPD zum Bundestag. Ebenso trat er als Redner bei  zahlreichen  rechtsradikalen Veranstaltungen auf, so etwa 2005 bei den extrem  gewaltbereiten  Freien Kameradschaften. Den Aufruf zur Kundgebung unter dem Motto „Für  Arbeit, Soziale Gerechtigkeit und Sicherheit“ richtete Wiechmann an  alle „patriotischen, freiheitlichen und nationalen Kräfte, unabhängig  ihrer Parteizugehörigkeit“. War die DVU eine Zeit lang auf Abgrenzung  zu offen neonazistischen Kräften bedacht, so macht auch die Tatsache,  dass wie in Husum der Neonazi-Kader, Holocaust-Leugner und verurteilte  Gewalttäter Christian Worch als Redner auftrat deutlich, dass die DVU  sich in der Neonaziszene neu zu positionieren sucht.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Wie in Nordfriesland so hatte  sich auch in Plön ein breites antifaschistisches Bündnis gegen die  Kundgebung formiert: Unter dem Motto „Plön bleibt bunt“ fanden  sich die SchülerInnenvertretung des Gymnasiums Schloss Plön, der Propst  Mathias Petersen nebst dem Kirchenkreis Plön-Segeberg, die DGB-Jugend  Kiel, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der  Antifaschisten  sowie andere antifaschistische Organisationen und politische Parteien  zusammen. Bereits im Vorfeld hatte das Bündnis mit einem Aufruf und  Verteilaktionen für die Gegenkundgebung mobilisiert und war bei den  Plöner Bürgerinnen und Bürgern auf überwiegend positive Resonanz  gestoßen, die meisten ortsansässigen Geschäfte legten bereitwillig  Informationsmaterial aus.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Die Gegenkundgebung des  Bündnisses  „Plön bleibt bunt“ begann mit einer Andacht der Pastoren Michael  Schwer und Jörn Kress in der Nikolaikirche am Markt. Da die DVU im  Vorfeld kurzfristig ihre Kundgebung vom Markt an das andere Ende der  Plöner Fußgängerzone verlegt hatte, zogen die Anwesenden sodann zum  Wentorper Platz, auf dem die DVU-Kundgebung stattfinden sollte.  Insgesamt  fanden sich vor dem Kundgebungsort etwa 200 Menschen ein, die mit  Trillerpfeifen,  Tröten und Rasseln ihren Protest gegen die Neonazis zum Ausdruck  brachten.  Auf der anderen Seite beteiligten sich neben Wiechmann und Worch etwa  zwanzig weitere Neonazis, darunter auffallend viele Jugendliche, die  dem Dresscode nach zu urteilen sogenannten autonomen Nationalisten  zuzuordnen  sein dürften. Von den Redebeiträgen selbst war allerdings fast nichts  zu hören, da diese durch ein gellendes Protestkonzert übertönt wurden.  Schließlich wurde die Kundgebung nach etwa einer Stunde aufgelöst,  und die braune Truppe machte sich nach und nach von dannen.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Antifaschismus</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 11:22:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Positive Botschaften vom Arbeitsmarkt?</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/positive-botschaften-vom-arbeitsmarkt/</link>
			<description>„In Schleswig-Holstein ist  die Zahl der Arbeitslosen im März - im Vergleich zum Vormonat Februar ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">„In Schleswig-Holstein ist  die Zahl der Arbeitslosen im März - im Vergleich zum Vormonat Februar  um 3.100 oder 2,6 Prozent&nbsp; zurückgegangen. Sie liegt nun bei 117.800.  Die typische Frühjahrsbelebung ist damit, anders als 2009, nicht  ausgeblieben“,  so Jürgen Goecke,&nbsp; Chef der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur  für Arbeit.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Trotz dieser erfreulichen  Nachricht  bleibt es aber traurige Tatsache, dass die Zahl der Erwerbslosen im  Vergleich zum März 2009 um 1.500 gestiegen ist. „Dies zeige, muss  auch Goecke feststellen, dass die Wirtschaftskrise- wenn&nbsp; auch  moderat - auf&nbsp; dem&nbsp; schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt  Spuren hinterlassen habe. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt nunmehr  bei 8,3 Prozent. Vor&nbsp; einem Jahr lag sie bei 8,2 Prozent.  Langzeitarbeitslosigkeit  in Schleswig-Holstein verfestigt sich.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Zusätzlich ist die Zahl der  älteren Beschäftigten, die sich aktuell bei den Arbeitsagenturen  arbeitslos  meldeten, kräftig gestiegen. Ältere Arbeitnehmer über 50 seien momentan  „die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt.“ Ihre Zahl hat um 1.700 oder  13,7 Prozent zugenommen. &nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Sicher ist es erfreulich, dass  die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten stabil  geblieben  ist und nicht wieder fällt. Allerdings sagt dies nichts über  Arbeitsverhältnisse  in diesen Beitrieben aus. Schon seit einigen Jahren erodiert in  Deutschland  das „Normalarbeitsverhältnis“. Immer weniger Menschen haben gute  Arbeitsbedingungen und unbefristete Arbeitsverhältnisse. Zwar wurden  besonders im Gesundheits- und&nbsp; Sozialwesen (+&nbsp; 4.000) sowie  im Bereich Erziehung und Unterricht (+ 1.800) zusätzliche Stellen  geschaffen,  aber gerade in diesen Bereichen wird die Lohnschraube fortgesetzt nach  unten gedreht.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Damit bestätigen sich  bundesweite  Prognosen: Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)  hat seine Frühjahrsprognose zur Arbeitsmarktentwicklung 2010 mit einer  entwarnenden und einer warnenden Botschaft zugleich versehen. </p>
<p class="bodytext">&quot;Derzeit gibt es keine  Anzeichen für eine verzögerte abrupte Reaktion des Arbeitsmarktes  auf die Wirtschaftskrise“, lautet die Entwarnung. Dagegen steigt bei  3,5 Mio. registrierten Arbeitslosen die &quot;Unterbeschäftigung&quot;,  wobei sich der Zuwachs zu zwei Dritteln auf die Langzeitarbeitslosigkeit   konzentriert. Anders formuliert: Der Aufschwung führt in diesem und  im kommenden Jahr zu einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit auf  erhöhtem  Niveau.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Die OECD verweist – wie das  IAB – auf die Gefahr einer &quot;Zweiteilung des Arbeitsmarktes&quot;  mit steigender Langzeitarbeitslosigkeit und verfestigter Prekarisierung  außerhalb der Stammbelegschaften. Um das Ungleichgewicht &quot;von  regulären und nichtregulären Beschäftigungsverhältnissen&quot; abzubauen,  empfiehlt die OECD &quot;eine Lockerung des strengen Beschäftigungsschutzes  für fest angestellte Arbeitskräfte, also: Abbau der Mitbestimmung  bei Entlassungen, Verkürzung des Kündigungsschutzes, Suspendierung  sozialer Rechte durch geldliche Zahlung. Lehren aus der  Weltwirtschaftskrise  werden offenbar keine gezogen, sondern das alte neoliberale Programm  wieder aufgelegt.</p>
<p class="bodytext">Die Fokussierung auf den Ausbau   der sogenannten „externen Flexibilität“ erlaubt eine rasche Anpassung  der Personalkapazitäten an die Auftragslage, d.h. zügige und umfängliche   Entlassungen wie in den angelsächsischen Ländern mit &quot;liberalisiertem&quot;  Kündigungsschutz, oder auch in Spanien, dort aufgrund des großen Anteils   befristeter Beschäftigungsverhältnisse.</p>
<p class="bodytext">In der Folge ziehen schnelle  Entlassungen entsprechende Einkommensverluste nach sich und verstärken  so die Krise. Die Ausweitung von Leiharbeit und befristeten  Beschäftigungsverhältnissen  sowie geringfügiger Beschäftigung (von Mini- und Midi- bis zu  Ein-Euro-Jobs)  und (Schein-)Selbständigkeit sind mit Hilfe der rotgrünen Hartz-Gesetze  (I + II) erst möglich gemacht worden und unterstützten den Weg der  „externen Flexibilität“. &nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Welche Folgen dies für die  ArbeitnehmerInnen hat, zeigt das Beispiel der Kieler Nachrichten. Diese  haben ihre Druckerei-Belegschaft längst in eine Leiharbeitsfirma  ausgelagert.  Nun wurde ihnen allen auch dort gekündigt - gerade als sie begannen,  einen Betriebsrat zu gründen. TB-ArbeitnehmerInnen verdienen in der  Druckerei 6,14 Euro in der Stunde. Sie bekommen keine Lohnfortzahlungen  im Krankheitsfall oder im Urlaub und einen Nachtzuschlag von 25 statt  der üblichen 50 Prozent. &nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Da dies zugleich zu einer  Ausweitung  der Niedriglohnsektoren geführt hat, sind die negativen Effekte auch  für die Konjunkturentwicklung absehbar.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Anders liegt der Fall bei  interner  Flexibilität: Durch Arbeitszeitverkürzung wird die Beschäftigung  auf höherem Niveau gehalten und Einkommensverluste durch  Teillohnausgleiche  gemildert. So ging die Jahresarbeitszeit aller abhängig Beschäftigten  2009 um 3,2% zurück, was rechnerisch einem Äquivalent von 1,2 Mio.  Beschäftigungsverhältnissen entspricht, die auf diesem Weg gesichert  wurden.  Zu den verschiedenen Formen der Arbeitszeitverkürzung gehörten  2009 </p><ul type="DISC"><li>die Kurzarbeit mit    einer Kürzung von 15,2 Arbeitsstunden umgerechnet auf alle abhängig    Beschäftigten, und dem </font></li><li>Wegfall bezahlter    Mehrarbeit mit umgerechnet 10 Stunden, dem Abbau von Guthaben auf  Arbeitszeitkonten,    teilweise Minus&quot;guthaben&quot; mit umgerechnet 8,9 Stunden. Damit    ist – zusammengefasst – beinahe eine 35-Stunden-Arbeitswoche  bundesweit    gekürzt worden.</font></li></ul><p class="bodytext">Wenn es also stimmt, dass diese   Maßnahmen zu einer Abfederung der Krisenwirkungen geführt hat, dann  ist es Aufgabe der LINKEN, die Debatte über neue Formen der  Arbeitszeitverkürzung  auf die Tagesordnung zu setzen - zumal dann, wenn sich alle aktuell  vorliegenden Konjunkturprognosen erneut als zu optimistisch erweisen  sollten.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Finanzen</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 15:03:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Bundeswehr raus aus den Schulen! </title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/bundeswehr-raus-aus-den-schulen/</link>
			<description>Zunehmende Militarisierung auch in den Bildungseinrichtungen Schleswig-Holsteins</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nicht nur im Bereich der Zivil-Militärischen   Zusammenarbeit auf Ebene der Länder und Kommunen, auch in den  Bildungseinrichtungen  wird die Trennung zwischen zivil und militärisch  zunehmend durchbrochen.  Ein Beispiel ist der Besuch von fünfzig  Schülerinnen und Schülern  auf dem Gelände des Flugabwehrschießplatzes  in Todendorf östlich  von Kiel.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Anlass war eine Kooperation  zwischen dem Plöner  Berufsbildungszentrum und der Bundeswehr, um über   Beschäftigungsmöglichkeiten im Kreis in sogenannten marktgängigen   Berufen zu informieren. Dabei machten die zum Teil minderjährigen  Schülerinnen  und Schüler auch Übungen mit Handfeuerwaffen im  Schießsimulator.&nbsp;<br />  </p>
<p class="bodytext">Bereits im Herbst letzten Jahres  hatte der Besuch  von Schülerinnen und Schülern einer achten Klasse  einer Hauptschule aus  dem Kreis Plön in der Eutiner Kaserne für Aufsehen  gesorgt. Den 13-  bis 15-jährigen wurde das Training am Schießsimulator  vom  diensthabenden Offizier mit dem Verweis darauf schmackhaft gemacht,  das  sei besser als das Spiel mit einer Playstation.&nbsp;<br />  </p>
<p class="bodytext">Doch die Besuche von Schülerinnen  und Schülern in  Kasernen und die Durchführung von Schießübungen  sind nur der  frappierende Ausdruck einer zunehmenden Militarisierung  der  Gesellschaft. So bildet die Bundeswehr gezielt Jugendoffiziere aus,  die  in Absprache mit den zuständigen Bildungsministerien der Länder   Unterrichtsbesuche durchführen. Anders als die erwähnten Besuche auf   Bundeswehrgelände, die auf Basis der Freiwilligkeit erfolgten, finden   die Besuche der Jugendoffiziere im Rahmen des Unterrichts statt. Auch   wenn betont wird, es gehe nicht um Anwerbungsgespräche, sondern um  die  Vermittlung von sicherheitspolitischer Informationen, so verwischt  hier  doch die Trennung von zivilem und militärischem Bereich.&nbsp;<br />  </p>
<p class="bodytext">Auf eine kleine Anfrage des  Abgeordneten Björn  Thoroe der Fraktion der LINKEN im Schleswig-Holsteinischen  Landtag  betonte die Landesregierung, ihr lägen zwar keine Zahlen vor,  aber das  Angebot der Bundeswehr werde an den gymnasialen Oberstufen  im Rahmen  des Lernplanthemas „Internationale  Beziehungen/Konflikte/Friedenssicherung“  und an den  Realschulen in der zehnten Klasse genutzt. In Zusammenarbeit  mit dem  „Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holsteins“   (IQSH) und der Landeszentrale für politische Bildung führe das  Wehrbereichkommando  I, dem die Jugendoffiziere zugeordnet sind, zudem  im Rahmen der Fortbildung  Studienfahrten für Lehrkräfte unter anderem  zu sicherheitspolitischen  Themen durch.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Ein vom Bundestagsabgeordneten  Stefan Liebich (DIE  LINKE) in Auftrag gegebenes Gutachten des Wissenschaftlichen  Dienstes  des Deutschen Bundestags kommt zum Schluss, dass Veranstaltungen  mit  Angehörigen der Bundeswehr zwar möglich seien, solange die Hoheit  über  die Veranstaltung bei der Schule liege. Doch müsse die  verfassungsrechtlich  gebotene Neutralität gewahrt bleiben. Bei  Informationen über Karrieremöglichkeiten  innerhalb der Bundeswehr müsse  so auch über zivile Berufslaufbahnen  aufgeklärt werden, bei  Veranstaltungen zu sicherheitspolitischen Fragen  könne dies  beispielsweise durch die Hinzuziehung eines „militärkritischen   Vertreters“ gewährleistet werden.  </p>
<p class="bodytext">DIE LINKE fordert darüber  hinaus den vollständigen  Rückzug der Bundeswehr aus den Schulen. Die  Kooperation zwischen  öffentlichen Bildungsträgern und der Bundeswehr  muss eingestellt  werden. Bei den sicherheitspolitischen Informationen,  die die  Jugendoffiziere anbieten, handelt es sich mitnichten um neutrale   Bildungsarbeit. Vielmehr werden den Schülerinnen und Schülern dort   Sichtweisen vermittelt, die von strategischem und militärischem Denken   geprägt sind. Die Bundeswehr ist keine neutrale Institution, sondern  an  der Kriegführung in der ganzen Welt beteiligt. Nach Ansicht der  LINKEN  müsste der Militarisierung des Unterrichts eine demokratische   Friedenserziehung entgegengestellt werden, in der es um zivile  Konfliktlösungen  geht. Thema müsste auch sein, wie die Bundeswehr von  einer Verteidigungsarmee,  wie sie im Grundgesetz vorgesehen ist, zu  einer Angriffsarmee umgebaut  wurde – und wie dieser Trend rückgängig zu  machen wäre. So würde  man den Auftrag einer demokratischen und  humanistischen Bildungspolitik  ernst nehmen.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Frieden</category>
			
			
			<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 10:48:00 +0200</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kommunales Sparen gegen die Krise - Am Beispiel des Kreises Stormarn</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/kommunales-sparen-gegen-die-krise-am-beispiel-des-kreises-stormarn-1/</link>
			<description>Nach der Kürzung von Löhnen und Gehältern, der mutwilligen Beschädigung der öffentlichen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach der Kürzung von Löhnen und Gehältern, der mutwilligen Beschädigung der öffentlichen Daseinsfürsorge und der Erhöhung der Verbrauchssteuern wird es jetzt auch in den Wohnquartieren der Lohnabhängigen ungemütlicher<br /><br />Nach dem der Kreistag Stormarn im Dezember des letzten Jahres seinen Haushalt für 2010 verabschiedet hat, sind jetzt die Gemeinden an der Reihe. So beschlossen Ende Februar die Gemeinde Barsbüttel und die Stadt Glinde ihre Haushalte. So werden Barsbüttel 1, 62 Mio. € fehlen und Glinde sogar 2,1 Mio. Euro.<br /><br />Beide Kommunen waren gezwungen ihre Gewerbe- und/bzw. Grundstückssteuern zu erhöhen. Die Gewerbesteuer macht mit ca. 40% den größten Teil der kommunalen Einnahmen aus. Erhoben wird sie nur bei Unternehmen. Diese können ihren Firmensitz an einen frei zu wählenden Ort verlegen. Gerade größere Unternehmen nehmen gern dort ihren Sitz, wo die Gewerbesteuer niedrig und nicht dort wo ihre Produktion liegt. Das gewährleistet nicht gerade die kommunale Selbstverwaltung, sondern erhöht im Zweifel eher die Konkurrenz zwischen den Kommunen und erleichtert ihre Erpressbarkeit. Insofern wird dieses Mittel der Gewerbesteuererhöhungen schnell an seine Grenzen stoßen. Auch die Erhöhung der Grundstückssteuern macht einen Standort nicht gerade attraktiver.<br /><br />Was war geschehen? Noch Ende September 2008 meldete das Statistische Bundesamt (Destatis) für die erste Hälfte desselben Jahres eine Steigerung der öffentlichen Einnahmen gegenüber dem Vorjahr um 4,0%. Allein die Gemeinden und Gemeindeverbände erzielten Finanzierungsüberschüsse von 2,9 Mill. Euro.<br /><br />Bernd Wersel, von der SPD Glinde, seines Zeichens Finanzausschussvorsitzender sprach es während der Haushaltsdebatte 2010 aus: „Der Haushalt ist von der schärfsten Wirtschaftskrise seit 1929 geprägt worden.“ Und weiter: „Bereits 2008 bei den Haushaltsberatungen für 2009 zeigte der Finanzplan für das Jahr 2010 ein Defizit im Verwaltungshaushalt von 1,5 Mio. Euro. Dann kam der September 2008 mit dem Zusammenbruch der Lehmann Brothers.“(Glinder Zeitung; Nr.9, 02.03.2010) Erfolgsmeldung des Statistikamtes und Kollaps der Finanzmärkte erschienen gleichzeitig.&nbsp; Als hätte das Bundesamt da schon etwas geahnt, schrieb es in seiner Pressemeldung: „ Wegen der unterjährigen Schwankungen können aus den Halbjahresdaten noch keine Rückschlüsse auf die Entwicklung im Jahr 2008 insgesamt gezogen werden.“(Pressemitteilung Nr. 373 vom 30.09.2008) Wie heißt es so schön: ‚Wenn man vom Rathaus kommt, ist man immer schlauer‘. Nun, mittlerweile können, ja müssen, wir Rückschlüsse ziehen.<br /><br /></p>
<h3>Die Wirtschaftskrise und ihre politischen Voraussetzungen<br></h3>
<p class="bodytext">Das Platzen der Spekulationsblase ist nicht die Krise selbst, sondern nur das sichtbare Zeichen einer tiefen Verwertungskrise des Kapitals insgesamt. Kurz vorher, zwischen den Jahren 2002 und 2007, hatte sich rechtzeitig die sozialdemokratische grüne Bundesregierung richtig ins Zeug gelegt. So erließ sie Gesetze, die die Zulassung des unkontrollierten Derivathandels, also auch den Handel mit faulen Kreditpapieren, ermöglichten. Außerdem ermöglichte sie die Zulassung von Hedgefonds die darauf ausgerichtet sind möglichst kurzfristig hohe Rendite zu erzielen, ansonsten ihre Beute zu filetieren, d.h. die guten Teile zu verkaufen, und die unrentablen in die Pleite zu schicken. Darüber hinaus erließ sie die Steuerfreistellung von Veräußerungsgewinnen.<br /><br />Gleichzeitig wurden Steuerentlastungen für Unternehmen in Milliardenhöhe beschlossen. So sanken die Körperschaftssteuer von 1999 bis 2007 von 45% auf 15% und der Spitzensteuersatz von 53% auf knapp über 42%. Zur Gegenfinanzierung wurde die Mehrwertsteuer um 3% Punkte, also um knapp 19% und die Zinsabschlagssteuer für Spareinlagen massiv erhöht. Also die Entlastung von Unternehmen und Vermögenden wurde refinanziert über die Verteuerung der Massenkonsumgüter und die Steuer für Rücklagen der Proleten.1<br /><br />Mit bekannten Argumenten wie z.B. die zunehmende „Globalisierung“, die neuen „europäischen Rahmenbedingungen“ und die sich verändernde „Demographie“ der Bevölkerung, wird seit mehr als einem Jahrzehnt diese Umverteilung von „unten“ nach „oben“ organisiert.<br /><br /></p>
<h3>Die Ohnmacht der Gemeinden<br></h3>
<p class="bodytext">Aber zurück zu den Kreisen und Kommunen. Dass im Zweifel Gewerbe- und Grundstückssteuer nicht ausreichen werden, um die Aufgaben die diesen zufallen zu finanzieren, hat der Gesetzgeber auch gesehen. Deshalb wird in §106 Absatz 5 des GG den Kommunen auch ein Anteil an der Einkommens-, Körperschafts- und Umsatzsteuer versprochen. Die Gestaltung des Finanzausgleichs liegt allerdings in den Händen von Bund und Ländern. Die Kommunen bleiben hier Bittsteller. Nach den massiven Kürzungen von Einkommens- und Körperschaftssteuern in den letzten Jahren ist bei den Kommunen wahrscheinlich deshalb am wenigsten angekommen. Auch das Konjunkturpaket II und andre Sonderprogramme haben kein Geld in die Kassen der Kommunen gespült, sondern zusätzlich abgefordert, da bei den einzelnen Vorhaben und Projekten immer eine finanzielle Beteiligung der Gemeinden vorgesehen war.<br /><br />An den Steuerverlusten von Bund, Ländern und Kommunen hatten letztere im Jahre 2009 den größten Anteil mit minus 7,1 Milliarden Euro. Hinzu kommen zusätzliche krisenbedingte Ausgaben. Alleine die Kurzarbeit die z.B. im Kreis Stormarn über 5% aller Beschäftigten in 2009 ausgemacht hat, treibt die Kosten zusätzlich in die Höhe.<br /><br />Erklärungen von kommunalen Spitzenverbänden und einige Formulierungen der den Haushalten der Kreise vorangestellten allgemeinen Erläuterungen klingen nach Opposition gegen diese Abwälzung der Kosten der Krise auf ihren Rücken. Sie sind allerdings in Wirklichkeit ohne Macht, entgegen den Bundesländern, die immerhin über den Bundesrat Einfluss nehmen können. Und die hehren Worte kosten ja nichts und leiten meist nur die Leier ein, dass leider kein Geld vorhanden sei und deshalb auch nichts zu verteilen sei und keine Ansprüche zu stellen seien. So präsentiert der Haushalt des Kreises Stormarn auf drei Seiten stolz seine Haushaltskürzungen, die er seit dem Jahre 2004 vorgenommen hat und dämpft gleich zu Anfang jede Erwartung: „ Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise sind die früheren Einplanungen der Allgemeinen Deckungsmittel obsolet geworden und aufgrund der Steuerschätzung vom Mai 2009 erhebliche Kürzungen in den nächsten Jahren einzuplanen, die kaum durch Gegensteuern zu kompensieren sind. Gerade „Sozialhilfe- und Jugendhilfekosten“ „bergen (…) erhebliche planerische Risiken und Unwägbarkeiten.“ Und damit niemand auf dumme Gedanken kommt und auf noch bestehende Überschüsse verweist, heißt es weiter: „ Auch der Haushalt 2010 mit ausgewiesenen Ergebnisüberschuss bietet somit keine neuen Spielräume für zusätzliche Mittelverteilung bzw. Übernahme neuer Aufgaben.“<br /><br /></p>
<h3>Die Beschäftigten sollen es ausbaden<br></h3>
<p class="bodytext">So stehen die Kommunen unmittelbar vor riesigen Haushaltslöchern, deren Auswirkungen auch schon die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Kommunen zu spüren bekommen haben.<br /><br />Um der Krise entgegen zu wirken, wäre es in den letzten Jahren eigentlich notwendig gewesen, die Arbeitszeit zu verkürzen, die Gehälter zu erhöhen und Neueinstellungen vorzunehmen. Stattdessen hielt mit Leistungsorientierter Bezahlung, Profitcentern und Doppik der kapitalistische Rationalisierungsgeist Einzug. Arbeitsverdichtung und sog. „Synergieeffekte“ treiben die Arbeitsbelastung nach oben. Während immer weniger Kolleginnen und Kollegen immer mehr leisten, wachsen gleichzeitig die Arbeitslosigkeit und die Armut. Damit aber nicht genug.<br /><br />Nach der Tarifrunde 2010/2011 für den Bund und die Kommunen haben alle Kommentatoren den Abschluss gelobt. Die Argumente sind immer die gleichen: Die öffentlichen Kassen seien leer, daher sei ein höherer Lohnzuschlag nicht möglich gewesen.<br /><br />So sagte Gerhard Bosch, Professor für Arbeits- und Wirtschaftssoziologie an der Uni Duisburg-Essen: &quot;Die Kommunen werden durch die Steuersenkungspolitik in die Zange genommen.&quot; Und der Verhandlungsführer der Kommunen Thomas Böhle (SPD), Stadtrat und Personalchef in München sowie Verdi-Mitglied, erklärte nach der Tarifeinigung: &quot;Unser Grundproblem bleibt die Unterfinanzierung der Kommunen, die immer mehr zerrieben werden zwischen steigenden Ausgaben und sinkenden Einnahmen.&quot; (wsws; 04.03.2010)<br /><br />Die Kommunen beklagen, dass selbst der niedrige Tarifabschluss in diesem Jahr 1,1 Milliarden Euro Mehrkosten mit sich bringt. Der Bund kalkuliert mit 105 Millionen Euro Mehrausgaben. Macht zusammen 1,2 Milliarden Euro, im nächsten Jahr sollen es dann insgesamt rund 1,37 Milliarden Euro sein. Nur, damit der Zusammenhang von Bundespolitik und der knappen Kassen der Kommunen deutlich wird. Praktisch dieselbe Summe wird seit Anfang des Jahres durch Steuerentlastungen Erben und Hotelbesitzern zugeschanzt.<br /><br /></p>
<h3>Gemeindehaushalte übernehmen Rotstift<br></h3>
<p class="bodytext">Viele Gemeinden, gerade in strukturschwachen Gebieten, drohen in die „Haushaltssicherung“ bzw. den „Nothaushalt“ zu gehen. Alle Leistungen, die in gewisser Weise den Spielraum von Politik vor Ort noch ausmachen, wären dann automatisch gestrichen. Aber selbst Kreise und Kommunen, die den Speckgürtel von Großstädten ausmachen, und zu denen sicherlich auch der Kreis Stormarn gehört, geraten durch die Krise in zunehmend finanzielle Probleme. So sinniert die Stadt Reinbek über ihr Hallenbad, welches für die gesamte Region von Bedeutung ist: „Die Schließung (…) sei eigentlich nicht vorstellbar, ‚aber wir können uns das nicht mehr leisten. ‘“ (SonntagsMarkt, 14.03.2010)<br /><br />Ob es die kleine Gemeinde Brunsbek ist, die einen Teil ihr Grundsteuer und die Hundesteuer erhöht, oder die relativ große Gemeinde Barsbüttel, die ihre Steuern (Gewerbe-, Grund-, und Hundesteuer), ihre Kindertagesstättengebühren und den Verkauf zweier Immobilien beschlossen hat, der überwiegende Teil der Kommunen stellt seine Gemeindevertreter vor die Wahl, entweder eine Erhöhung der Gebühren, Steuern und Preise, oder eine Kürzung bzw. Streichung von Leistungen zu beschließen.<br /><br />Das zeigt sich auch an der Stadt Glinde. Ein Mix aus Auflösung von Rücklagen, Anhebung der Grundsteuer und Dreingabe eines Überschusses zur Tilgung von Schulden schaukelt den Haushalt gerade nochmal über die Runden. So erklärt der Kämmerer Norbert Grunert: „Der Haushalt ist weder kameral noch doppisch auszugleichen, die liquiden Mittel schrumpfen, werden bis Ende 2011 aufgebraucht sein. Und wir werden voraussichtlich bis 2013 Fehlbeträge haben.“ (Glinder Zeitung; 2.03.2010) Renovierungsbedürftige Schulgebäude, ein selbstverwaltetes Jugendzentrum oder die Übernahme zweier Gebäude auf dem ehemaligen Depotgelände, um ein Kulturzentrum für den neu entstehenden Stadtteil zu ermöglichen, sind, so die Überschrift der Glinder Zeitung eine: „Reine Kostenfrage“, und so Bürgermeister Rehders: „Dafür hat die Stadt kein Geld“.<br /><br /></p>
<h3>Bürgerliche Erpressungen durch linke Kreispolitik zurückweisen<br></h3>
<p class="bodytext">Diese „Sachzwangpolitik“ muss von unseren linken Kreis- und Gemeindevertretern zurückgewiesen werden. Nicht das zunehmende Elend mit zu verwalten, sondern auf das strenge Korsett zu verweisen, in welches die Kommunalpolitik eingebunden ist, ist die Tagesaufgabe der linken Abgeordneten. Vor Ort tun die Vertreter der herrschenden Parteien so, als sei ihnen die Luft zum Atmen genommen. Dass es in der Regel ihre Parteikollegen aus Land und Bund sind, die an den Schnüren des Korsetts ziehen und so für die dünne Luft verantwortlich zeichnen, wird dabei gerne verschwiegen. Unsere kommunalen Mandate müssen wir stattdessen in den nächsten Jahren nutzen, um die Bewegung gegen diese Verhältnisse zu unterstützen. Ob es in den Schulen, Betrieben oder Städten und Gemeinden ist, ohne Widerstand, ohne Selbstorganisation der Betroffenen, werden wir die noch verbleibenden sozialen Angebote in den Parlamenten nicht verteidigen können, sondern selbst zum Bestandteil der Politik des „kleineren Übels“.<br /><br /></p>
<h3>Für das kommunale Schuldenmoratorium und den Umbau der Haushalte<br></h3>
<p class="bodytext">Die Zwangsverwaltung der Kommunen ist die endgültige Aushebelung der kommunalen Selbstverwaltung. Bevor es soweit kommt, ist über ein Schuldenerlass der Kommunen nachzudenken, wie ihn z.B. G. Fülberth vorschlägt: Weiterhin ausgezahlt werden müssen natürlich die kommunalen Bediensteten. Auch die Kredite der örtlichen Sparkassen, soweit sie noch in öffentlicher Hand oder deren Zugriff sind, sollten bedient werden. Finanzdienstleister, Privatisierungsgewinnler, PPP-Geschäftsfreunde müssten leer ausgehen. Eine Forderung nach Schuldenerlass, so Fülberth, wie sie von Castro in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts für die Entwicklungsländer entwickelt wurde, sollte entsprechend für die Kommunen erhoben werden. Es müssen mehr Gelder von Land und Bund erkämpft werden. Dafür muss auch vor Ort mobilisiert werden. Eine Neuordnung der Gemeindefinanzordnung muss her. Das heißt, die Gemeinden stärker an Einkommens- und Körperschaftssteuer zu beteiligen. Diese Steuern müssen gleichzeitig aber erhöht werden. Die Senkungen dieser Steuern in den letzten Jahren müssen zurück genommen werden. Außerdem, so Fülberth, braucht es die Wiedereinführung der Vermögenssteuer, einer wirklich greifenden Erbschaftssteuer und die Einführung einer Kapital-Transaktionssteuer. Dies alles würde die Möglichkeit bieten, dass die Gemeinden wieder finanziell handlungsfähig werden könnten, um ihre Aufgaben ernsthaft wahrzunehmen. Neben den Ländern werden hier die wichtigsten sozialen und Infrastrukturleistungen erbracht. Darüber hinaus müssen mit mehr finanziellen Mitteln folgende Bereiche gefördert werden:<br /><br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Riesige Investitionen in die jüngsten Menschen, also in den Vorschulbereich.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Milliardeninvestionen in den Bereich der Pflege der Alten.<br />&nbsp;&nbsp;&nbsp; * Lohn- und Gehaltssteigerungen<br /><br />Das alles würde sich auch und gerade in den Gemeinden positiv bemerkbar machen und zu ihrer Entwicklung beitragen.<br /><br />Der Zusammenschluss von WASG und PDS, von Sozialdemokraten, Sozialisten und Kommunisten zur Partei Die LINKE, basiert auf dem Minimalkonsens der Verteidigung des Status Quo der bescheidensten Lebensinteressen der arbeitenden und arbeitslosen Menschen in diesem Land. Eine Politik die sich zum Mittäter an Kürzungen macht, stellt die gemeinsame Basis des Minimalkonsenses in der Partei in Frage. Demgegenüber stellt die Forderung nach der Rücknahme der Kürzungen der letzten Jahrzehnte diesen Konsens nicht in Frage, obwohl diese Rücknahme nicht um eine Modifikation der Eigentumsordnung herum kommt, und sei es auch nur – „durch eine neue Steuerpolitik mit scharfer Progression.“ (Fülberth) <br />&nbsp;<br /><br />Verwendete Literatur:<br /><br />Junge Welt; 27/28.02.10, Georg Fülberth S.10/11<br /><br />Solidarität; 01.06.2009, Interview Claus Ludwig S.11<br /><br />World Sozialist Web Site; 4.03.2010,<br /><br />SonntagsMarkt; 14.03.2010<br /><br />Glinder Zeitung; 02.03.2010/09.03.2010<br /><br />Haushaltsentwurf Stormarn 2010<br /><br />Hervorhebungen im Text vom Autor.<br /><br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Finanzen</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 25 Mar 2010 20:16:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>&quot;Wir können sie stoppen!&quot; - Für ein antifaschistisches, buntes Lübeck am 27. März</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/wir-koennen-sie-stoppen-fuer-ein-antifaschistisches-buntes-luebeck-am-27-maerz/</link>
			<description>Eine Woche vor dem geplanten Aufmarsch  der norddeutschen Neo-Nazi-Szene in Lübeck formieren sich ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine Woche vor dem geplanten Aufmarsch  der norddeutschen Neo-Nazi-Szene in Lübeck formieren sich  antifaschistische  Bündnisse in der Stadt, als auch in Schleswig-Holstein in erfreulicher  Breite, um am 27. März dem Aufruf eines breiten Aktionsbündnisses  &quot;Wir können sie stoppen“ in Lübeck von mehr als 30 Parteien,  Organisationen, Verbänden und Kirchen zu folgen. Dieses ruft dazu auf,  „für eine weltoffene und demokratische Gesellschaft“ mit „Kundgebungen  und Menschenketten, besonnenen und entschlossenen Sitzblockaden , dafür  zu sorgen, dass diese alljährlichen Aufmärsche in Zukunft unterbleiben.“  </p>
<p class="bodytext">Wie schon in Dresden, wo die Nazis den  65. Jahrestag der Bombenangriffe auf die Elbmetropole dazu nutzen  wollten,  den größten Naziaufmarsch nach Ende des Zeiten Weltkrieges zu  organisieren,  soll in Lübeck der Versuch wiederholt werden, die Opfer des alliierten  Bombardements am 27. März 1942 zu missbrauchen. In Dresden ist der  Aufmarsch, dank der Blockade, zu der antifaschistische Bündnisse  aufgerufen  hatten, glücklicherweise gescheitert. Das größte von ihnen - &quot;Dresden  Nazifrei&quot; - war im Vorfeld der Mobilisierung durch die Dresdner  Staatsanwaltschaft mit Repressalien konfrontiert worden, weil ihr Aufruf   zur Blockierung des Nazi-Aufmarsches angeblich ein Aufruf zur Gewalt  darstellte. </p>
<p class="bodytext">Diese indirekte  Mobilisierungsunterstützung  der Nazis und Kriminalisierung antifaschistischer und  zivilgesellschaftlicher  Kräfte steht in der unseligen Tradition der deutschen Justiz nach dem  Motto &quot;Auf dem rechten Auge sind wir blind&quot;. Mit Verfahren  müssen etliche prominente Linkspolitiker rechnen, die am 13. Februar  in der ersten Reihe der Blockade standen.&nbsp; Auslöser sind Anzeigen  von Beamten, aber auch von Bürgern, darunter auch vielen Rechtsextremen.   Im Kern geht es um den Vorwurf, die Versammlung der Nazis gesprengt  zu haben. Ein Behördensprecher deutete an, man könne einige Verfahren  »wegen Geringfügigkeit« einstellen. Laut Paragraf 153a der  Strafprozessordnung  ist das unter anderem gegen Geldauflage möglich.</p>
<p class="bodytext">Nur am Rande sei erwähnt, dass ein Aufruf   zur Blockade des von Nazis organisierten Antiislamisierungskongress  in Köln keineswegs ein Strafbestand darstellte und, so das Komitee  für Grundrechte und Demokratie, Blockaden vom Grundrecht auf Versammlung   geschützt sind. </p>
<p class="bodytext">Das Aktionsbündnis hält den Aufmarsch  für die „mittlerweile die wichtigste und größte regelmäßige öffentliche  Veranstaltung der Nazis in Schleswig-Holstein. Sie hat für die Nazis  eine wichtige Funktion zur Stärkung ihrer Strukturen und ihres  Selbstbewusstseins.  Ein ungestörter Nazi-Aufmarsch fördert den Einstieg in die Nazi-Szene,  zelebriert den Zusammenhang im Sinne einer nationalsozialistischen  Identität  und dient der Vernetzung von ansonsten lokal agierenden Nazi-Gruppen.“</p>
<p class="bodytext">Auch außerhalb Lübecks findet der 27.  März seine Aufmerksamkeit.<a name="0.1_article-intro"></a> Die  Norderstedter Stadtvertretung  verurteilte in einer Resolution den geplanten Aufmarsch von Neo-Nazis  in Lübeck und  unterstützt den Aufruf des Lübecker Bündnisses &quot;Wir  können sie stoppen&quot;.</p>
<p class="bodytext">Nur die CDU-Fraktion stimmte der  Resolution  nicht zu und verweist lieber auf den Aufruf der Lübecker Bürgerschaft.  Diese hatte in ihrer letzten Sitzung einstimmig eine Resolution  verabschiedet,  in der alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt aufgefordert werden,  „in würdiger Weise der Opfer des Nationalsozialismus und des 2.  Weltkrieges,  der von Deutschland ausging, zu gedenken.&nbsp;<br /> &nbsp;<br /> Gleichzeitig wollen wir ein deutliches Zeichen gegen den von  rechtsextremen  Gruppen geplanten Aufmarsch in Lübeck setzen. Die Unterzeichnenden  bitten alle Bürgerinnen und Bürger, sich an den Andachten, Kundgebungen  und dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am Holstentor  und auf dem Behnhofsvorplatz zu beteiligen. Die Unterzeichnenden  unterstützen  ausdrücklich alte friedlichen Aktivitäten zur Erinnerung und Mahnung  sowie das Engagement gegen Rechtsextremismus.“&nbsp;<br /> &nbsp;<br /> Weiter heißt es: „Wir wehren uns  gegen die Instrumentalisierung der Opfer der Bombardierung Lübecks  durch rechtsextreme Gruppen, um die millionenfachen Verbrechen des  Nationalsozialismus  zu verharmlosen.&nbsp;<br /> Wir wehren uns gegen jede Verhöhnung der Opfer.&nbsp;<br /> Wir wehren uns gegen Revanchismus und Gewaltverherrlichung.&nbsp;<br /> Wir wehren uns gegen Behindertenfeindlichkeit, Fremdenfeindlichkeit  und Rassismus.&nbsp;<br /> Wir wehren uns dagegen, dass Rechtsextremisten ihre demokratiefeindliche   Gesinnung offen zeigen und für ihre menschenverachtenden Ziele werben.&nbsp;<br /> Wir wehren uns gegen den geplanten Aufmarsch von Nazis am 27. März  2010 in unserer Stadt.“</p>
<p class="bodytext">Erfreulich ist, dass sich dieser Aufruf  positiv abhebt von der „Opferdebatte“, die mit einer   Schlussstrichmentalität  die Thematisierung der deutschen Verbrechen relativieren&nbsp; möchte.  Angestoßen wurde die Opferdebatte dann durch Günter Grass Novelle  &quot;Im Krebsgang&quot;, die ihre Fortsetzung in der bis heute geführte  Debatte um Flucht und Vertreibung, die Bombardierung deutscher  Großstädte  sowie die Vergewaltigung deutscher Frauen durch die Rote Armee findet. </p>
<p class="bodytext">Das Problematische an dieser  Auseinandersetzung  ist, dass sie auf eine Täter-Opfer-Umkehrung und damit auf eine  Relativierung  der deutschen Verbrechen - insbesondere der Vernichtung der europäischen   Juden sowie der Sinti und Roma - hinausläuft. Der gesellschaftliche  Kontext des deutschen Nazifaschismus verschwindet, sodass nicht klar  ist, ob es ohne diesen auch deutsche Opfer gegeben habe. &nbsp;<br /> &nbsp;<br /> Die Erklärung der Bürgerschaft endet mit einer Einladung an alle,  „die sich eine weltoffene Hansestadt Lübeck wünschen, die sich ihrer  Verantwortung aus der Geschichte bewusst ist: Werden Sie aktiv, setzen  Sie ein sichtbares Zeichen für Demokratie und für den Frieden!&nbsp;<br /> Kommen Sie zu den Andachten, Prozessionen und Kundgebungen gegen Rechts  am 27. März 2010!“</p>
<p class="bodytext">Dennoch darf nicht übersehen werden,&nbsp;  dass es durchaus Ansätze gibt, diesen Konsens zu stören. Der  sicherheitspolitische  Sprecher der CDU-Fraktion in Lübeck, Rüdiger Hinrichs, legte eine  vorbeugende Distanzierung nach: „Eines muss dabei klar sein: Gegen  verfassungsfeindliche Kräfte wollen wir demonstrieren, nicht  randalieren.  Unser Engagement für die freiheitlich-demokratische Grundordnung  beweisen  wir auch durch gutes Beispiel. Wir fordern die Teilnehmer der  Kundgebungen  dazu auf, den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten.“</p>
<p class="bodytext">In diesem Zusammenhang erinnern wir an  die Auseinandersetzungen zwischen Polizei und DemonstrantInnen zum  selben  Anlass im letzten Jahr. Die Humanistische Union stellte dazu fest: „Es  zeigt sich aber schon jetzt ein sehr zwiespältiges Bild. Im Bereich  des NPD- Aufmarsches erscheint der Einsatz eher zurückhaltend. Auch  die Räumung der Blockade in diesem Bereich war besonnen und angemessen. </p>
<p class="bodytext">Auf der anderen Seite des Stadtgrabens  ein ganz anderes Bild. Die Taktik der Polizei Demonstrierende Gruppen  voneinander zu trennen und immer wieder mit kleinen Gruppen in die  Versammlung  hineinzurennen war bedrohlich, verletzend und provozierend. (...)</p>
<p class="bodytext">Zusammenfassend kann gesagt werden, dass  an der Puppenbrücke relativ ruhig an der Absperrung zu den zwei  Wasserwerfern  der Polizei demonstriert wurde. An drei verschiedenen Orten ging die  Polizei relativ brutal vor, um die Situation eskalieren zu lassen.“</p>
<p class="bodytext">Eine Aufspaltung in „friedliche“&nbsp; DemonstratInnen auf dem Bahnhofsvorplatz und in den Kirchen und den  „blockierenden“&nbsp;Teil ist schädlich und schwächt die Möglichkeit  den Aufmarsch der Nazis zu verhindern. </p>
<p class="bodytext">Der Versuch durch gezielte Gerüchte  über einen angeblichen Aufruf rivalisierender Rockerbanden am Tag des  geplanten Gedenkmarsches der rechten Szene in die Hansestadt zu kommen,  zielt darauf ab Angst zu schüren und möglichst viele Antifaschistinnen  von einer Beteiligung an den Aktionen gegen die Nazis abzuhalten.<b> </b></p>
<p class="bodytext">Das Aktionsbündnis hat klar und eindeutig   formuliert:</p>
<p class="bodytext">„Wir werden die Straßen Lübecks nicht  den Nazis überlassen. Gleichzeitig suchen wir nicht die  Auseinandersetzung  mit der Polizei. Neben Kundgebungen und Menschenketten halten wir  besonnene  und entschlossene Sitzblockaden auf der Aufmarsch-Route der Nazis für  ein geeignetes Mittel, dafür zu sorgen, dass diese alljährlichen  Aufmärsche  in Zukunft unterbleiben. Dies wird gelingen, wenn sich Tausende Menschen   am 27. März 2010 an solchen Aktionen beteiligen!“</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Antifaschismus</category>
			
			
			<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 14:12:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>You'll never walk alone! LINKE SH beteiligt sich an Demonstrationen</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/youll-never-walk-alone-linke-sh-beteiligt-sich-an-demonstrationen/</link>
			<description>DIE LINKE in Schleswig-Holstein ruft zu den Demonstrationen am 13. und 27. März in Kiel und Lübeck...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">DIE LINKE in Schleswig-Holstein   ruft zu den Demonstrationen am 13. und 27. März in <a href="http://www.altemeierei.de/tiki-read_article.php?articleId=1410" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Kiel</a> und <a href="http://www.wirkoennensiestoppen.de/n/" title="Opens external link in new window" target="_blank" class="external-link-new-window" >Lübeck</a> auf. </p>
<p class="bodytext">Neofaschistische Umtriebe in  Schleswig-Holstein sind eine traurige Realität und haben mit zwei  Schüssen,  die am 20. Januar auf ein beleuchtetes Fenster im alternativen  Wohnprojekt  „Alte Meierei“ abgefeuert wurden, einen neuen Höhepunkt erreicht.  Diese Aktion zeigt, dass die militante Neonaziszene selbst vor gezielten   Mordanschlägen nicht zurückschreckt. Andere Treffpunkte linker Menschen,   wie die T-Stube in Rendsburg, auf die im letzten Jahr ein Brandanschlag  verübt wurde, das alternative Jugendzentrum (AJZ) in Neumünster, das  soziale Zentrum in Norderstedt, die Arbeitslosen-Initiative, die  Hansastraße  48 und der Buchladen Zapata (alle Kiel) sind immer wieder mit Angriffen  von Neonazis konfrontiert. Auch Büros der LINKEN gehören zu den Zielen  von Faschist_innen; zuletzt unser Büro in Schleswig, in dem in der  Nacht nach der blockierten Neonazidemo in Dresden am 13.2. die  Fensterscheiben  zerstört wurden.  </p>
<p class="bodytext">Unsere Solidarität gehört  allen, die Opfer rechter Gewalttaten wurden! Wir sind aufgefordert durch   Aufmerksamkeit und Zivilcourage im Alltag den Faschist_innen, der  Politik  und der gesamten Bevölkerung zu zeigen, dass wir die vom Hass gegen  Andersdenkende oder Andersaussehende geprägte Ideologie des Faschismus  niemals und nirgendwo akzeptieren werden. Wichtig ist, deutlich zu  machen,  dass uns alle Menschen gleich viel Wert sind. Sammelunterkünfte für  Flüchtlinge, die hier Schutz suchen oder der Abschiebeknast in Rendsburg   werden von der LINKEN abgelehnt. Die deutsche Sozialgesetzgebung, die  zwischen AsylbewerberInnen und anderen Menschen unterscheidet, ist von  einem Alltagsrassismus geprägt, den wir nicht akzeptieren dürfen.  Er ist einer der Nährböden für faschistische Ideologie.</p>
<p class="bodytext">In die politische Debatte um  „Extremismus“ geht DIE LINKE mit einem klaren Standpunkt und weist  alle unsäglichen Versuche Rechtsextremismus mit Linksradikalismus  gleichsetzen  zu wollen, scharf zurück. Die von schwarz-gelb auf Bundes- und  Landesebene  angestrebten Kürzungen bei Programmen gegen Rechtsextremismus und die  gleichzeitige Ankündigung Programme gegen Linksradikalismus stärker  zu finanzieren sind eine Verhöhnung der 139 Menschen, die von Neonazis  seit 1990 ermordet worden sind. </p>
<p class="bodytext">Der schleswig-holsteinische  Landtag beschäftigte sich auf Antrag unserer Fraktion in diesem Jahr  erstmals mit dem Neonaziaufmarsch in Lübeck und verabschiedete eine  Resolution für ein friedliches und solidarisches Schleswig-Holstein. </p>
<p class="bodytext">In der Debatte blieb DIE LINKE  dabei die einzige Partei, die sich im Landtag klar zu einem Verbot von  Neonaziaufmärschen bekannt hat und in Blockaden ein legitimes Mittel  sieht, um diese zu verhindern. &nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Unsere Forderungen im Kampf  gegen den Faschismus sind:</p><ul type="DISC"><li>Das Verbot von allen    neofaschistischen Organisationen und Aufmärschen!</li><li>Programme gegen    Rechtsextremismus ausbauen!</li><li>Finanzielle Hilfen    für Opfer rechter Gewalt!</li><li>Alle verharmlosenden    Gleichsetzungsversuche von links und rechts einstellen!</li><li>Alle Menschen gleichwertig    behandeln!</li></ul>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Antifaschismus</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 08:56:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Kein Nazi-Aufmarsch in Lübeck</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/kein-nazi-aufmarsch-in-luebeck-1/</link>
			<description>DIE LINKE. Schleswig-Holstein ruft alle Mitglieder zur Beteiligung an den antifaschistischen...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">DIE LINKE. Schleswig-Holstein ruft alle Mitglieder zur Beteiligung an den antifaschistischen Protesten und Blockaden anlässlich des geplanten Nazi-Aufmarsches am 27. März 2010 in Lübeck auf. Alle Gliederungen der Partei sind mit Unterstützung des Landesverbandes aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zur Mobilisierung beizutragen und die Teilnahme an den Protesten und Blockaden zu ermöglichen.<br /><br />DIE LINKE. Schleswig-Holstein unterstützt ausdrücklich den Aufruf des lokalen Bündnisses „Wir können sie stoppen!“<br /><br />Darüber hinaus muss DIE LINKE einen Verständigungsprozess über linke Gegenstrategien gegen die Rechte einleiten, die sich nicht auf die aktuellen rechtsradikalen Sektierer beschränkt. Festzustellen ist eine seit Jahren sich verbreiternde fremdenfeindliche, rassistische Struktur im Alltagsbewusstsein - und zwar in allen gesellschaftlichen Schichten, auch in der so genannten &quot;Mitte&quot;. <br /><br />Je stärker Menschen das Gefühl haben, dass ihre wirtschaftliche Existenz bedroht ist, je mehr sie Angst haben von Arbeitslosigkeit und sozialem Abstieg, desto intensiver suchen sie nach Sündenböcken und finden sie bei Minderheiten wie MigrantInnen, Homosexuellen oder Obdachlosen.  <br /><br />Viele BürgerInnen stellen mittlerweile grundsätzlich in Frage, ob Politiker fähig und mächtig sind, auf gesellschaftliche Entwicklungen nachhaltig einzuwirken und sie sozial zu gestalten. Die Politik erscheint als Spielball ökonomischer Interessen oder selbst auf bloßen Eigennutz bedacht. Die Zukunftsangst und die Angst vor Arbeitslosigkeit wachsen. <br /><br />Für linke Gegenstrategien geht es deshalb um Aufklärung über die Ursachen dieser Fehlentwicklungen, mit dem Schwerpunkt in der Verteilungsfrage. Dabei muss deutlich werden, dass über eine Demokratisierung von Wirtschaft und Gesellschaft sozialer Wandel gestaltet, soziale Sicherheit hergestellt und dem sozialen und ethnischen Ausgrenzungsgedanken der Garaus gemacht werden kann. <br /></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Antifaschismus</category>
			
			
			<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:35:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Trotz knapper Haushalte der Kommunen: Keine Sanierung auf Kosten der sozial Benachteiligten</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/trotz-knapper-haushalte-der-kommunen-keine-sanierung-auf-kosten-der-sozial-benachteiligten/</link>
			<description>Eine „Koalition des Aufbruchs“ haben CDU und FDP bei ihrem Antritt in Kiel Ende Oktober...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Eine „Koalition des Aufbruchs“ haben CDU und FDP bei ihrem Antritt in Kiel Ende Oktober versprochen. Nach 100 Tagen ist die Bilanz ähnlich mager wie die der Regierungskoalition in Berlin. Um Unterschied zur Berliner Koalition steht weniger interner Streit im Vordergrund, sodass der Eindruck vermittelt wird: Schwarz- Gelb wisse nicht, wohin es das Land führen und wie es den Haushalt sanieren wolle, so SPD-Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner, oder läge gar im „Dornröschenschlaf“, so die GRÜNEN. CDU-Fraktionschef Christian von Boetticher hielt dagegen, die Koalition habe entschlossen die Weichen für die nächsten fünf Jahre gestellt. FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki hätte aber gern ein höheres Tempo.<br><br>In der Tat zieht diese Regierung nicht mit großem Getöse durchs Land, sondern setzt ihren knallharten Sparkurs leiser um. Dabei kann sie auf die tatkräftige Hilfe von Schleswig-Holsteins Verantwortlichen der Gemeinden setzen. Diese stehen unter einem ungeheuren finanziellen Druck, zumal die schwarzgelbe Koalition den Kommunen finanzielle Hilfe mit Hinweis auf die Haushaltslage verweigert<br><br>Vor dem Hintergrund der Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise hat sich die Finanzlage der Kommunen in Schleswig dramatisch entwickelt. Die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Landesverbände fürchtet, dass gegenüber den schon verminderten Einnahmen im Jahr 2009 noch einmal mit Mindereinnahmen von184 Mio. € gerechnet werden muss. Insgesamt führt dies allein nach dem Ergebnis der November-Steuerschätzung für die Jahre 2009/2010 zu einem Einnahmerückgang von 448 Mio. € in den Kommunalhaushalten in Schleswig-Holstein.<br><br>Weiterhin stellt die Arbeitsgemeinschaft fest: „Hinzu kommt, dass das Land seit dem Jahr 2007 fortlaufend mit 120 Mio. € in den Kommunalen Finanzausgleich eingreift. Zum Ende des Jahres 2010 wird sich der Eingriff in&nbsp; den&nbsp; Kommunalen&nbsp; Finanzausgleich&nbsp; mithin&nbsp; auf&nbsp; 480&nbsp; Mio.&nbsp; € addiert&nbsp; haben. Noch unberücksichtigt in diesen Zahlen sind die Auswirkungen des Wachstumsbeschleunigungsgesetzes, die in Schleswig-Holstein die kommunale Einnahmebasis jährlich um ca. 60 Mio. € (35 Mio. € in 2010) verringern.“ Nachdem die Kreise, Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein in den vergangenen Jahren in großem Umfang Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung durchgeführt haben, stellt der Einbruch der Kommunalfinanzen&nbsp; die&nbsp; Kommunen vor unlösbare Probleme: „Das Ziel des Haushaltsausgleichs ist vielerorts auch durch konsequente Sparpolitik nicht mehr zu erreichen.“<br><br>Deshalb fordern die Gemeinden zu Recht von der Landesregierung, dass der fortwirkende Eingriff in den kommunalen Finanzausgleich auf den Gegenwert der dauerhaft wirkenden Kompensationsmaßnahmen zurückgeführt wird. Darüber hinaus wird der Eingriff ab dem Haushaltsjahr 2011 beendet.“ <br><br>Die Begründung fällt drastisch aus:<br><br>&nbsp;&nbsp; 1. „Die Kommunen sind aufgrund der eigenen Situation nicht mehr in der Lage, eigene Konsolidierungsbeiträge für den Landeshaushalt zu leisten.<br>&nbsp;&nbsp; 2. In den&nbsp; besseren Jahren 2007/2008 ist&nbsp; mit dem Eingriff den Kommunen die Möglichkeit genommen worden, sich für wirtschaftliche Notlagen zu rüsten.<br>&nbsp;&nbsp; 3. Der&nbsp; Eingriff in den Finanzausgleich trifft alle Kommunen in Schleswig-Holstein gleichermaßen und damit auch diejenigen, deren Lage mindestens so schlecht ist wie die des Landes.<br>&nbsp;&nbsp; 4. Die&nbsp; kommunale Selbstverwaltung ist&nbsp; bedroht, wenn das&nbsp; Land&nbsp; einerseits den Kommunen ihre Finanzzuweisungen in Höhe von 480 Mio. € kürzt und andererseits nicht für eine ausreichende Kompensation des Eingriffs durch Aufgabenverzicht, Standardreduzierung oder Erschließung anderer&nbsp; Einnahmequellen Sorge trägt.“<br><br>Und mit dem letztgenannten Punkt zeigt sich das Problem: Die Gemeinden selbst fordern die Regierung auf, „teure Standards für Kitas, Kunst und Gleichstellung“ zu schleifen. &quot;Das Land kann in vielen Bereichen Standards abbauen oder ganz aufgeben.&quot; Ganz oben auf der Wunschliste des Gemeindetags steht eine &quot;Flexibilisierung&quot; der Mindeststandards für Kitas. So schreibt das Land bisher sowohl die Gruppengröße (höchstens 25) wie auch den Personalschlüssel (1,5 Betreuer je Gruppe) fest.<br><br>Im Visier hat der Gemeindetag auch die hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten, die größere Kommunen (ab 15 000 Einwohner) einstellen müssen. &quot;Wir sind nicht gegen Gleichstellung&quot;, so der Geschäftsführer des Gemeindetags. Das Land solle es aber den Kommunen überlassen, ob sie Beauftragte haupt- oder ehrenamtlich beschäftigen. Sparmöglichkeiten sieht der Gemeindetag zudem bei den Umweltgesetzen, der Mitbestimmung oder der Landesregelung zu &quot;Kunst am Bau&quot;. Sie verpflichtet auch Kommunen, bei öffentlichen Bauten (ab 250 000 Euro) bis zu 1,7 Prozent der Bausumme für Kunst auszugeben.<br><br>Die Landkreise hatten im Dezember einseitig als einer von 15 Trägern den Landesrahmenvertrag zur Behindertenhilfe gekündigt um diese jährlich 100 Millionen Euro zu. Betroffen von den Sparplänen sind 30 000 Behinderte, die in Heimen leben, in Werkstätten arbeiten oder ambulant betreut werden. An den Kosten beteiligt sich das Land jährlich mit 384 Millionen Euro. Die Kommunen steuern 92 Millionen Euro bei. „Die Einrichtungen drohten zu Verwahranstalten zu verkommen, und die Jobs von 3000 der 15 000 Betreuer stünden auf dem Spiel, sollte mit der Haushaltskonsolidierung der Rotstift angesetzt werden, &quot; so Verhandlungsführer Roland Schlerff von der Diakonie. „ Die Vertragskündigung muss vom Tisch.“<br><br>Die Landkreise behaupten, die Verbände arbeiten zu teuer Dagegen argumentieren die Verbände, die Ausgaben je Leistungsempfänger lägen in Schleswig-Holstein mit 15 800 Euro unter dem Schnitt der westdeutschen Länder (16 900 Euro). In dieser aufgeladenen Sparhysterie müssen sich die Verbände durch die Kreisprüfer in solch hahnebüchnen Situationen bringen lassen, nach stundenlanger Prüfung, ob ein Behindertenbus über ein Radio und eine Standheizung verfügen müsse, auch noch den Ablehnungsbescheid zu erhalten. Aber nicht nur die Situation für die betroffenen Pflegebedürftigen wird sich verschlechtern. Etwa 3.000 von insgesamt 15.000 Arbeitnehmern in Einrichtungen sind von Arbeitsplatzverlust bedroht.<br><br>Sozialminister Heiner Garg (FDP) sprang den Landräten bei versucht sich zum Sprecher der Interessen der Behinderten zu machen. &quot;Entscheidend ist aber nicht, was für die Wohlfahrtsverbände gut ist, sondern was für die Betroffenen das Beste ist.&quot; Der Minister will den Kostenanstieg möglichst auf null fahren, &quot;ansonsten vergehen wir uns an Behinderten, die in zehn Jahren unsere Hilfe brauchen. Das ist verantwortungslos&quot;. Zudem müssten &quot;die Anstrengungen massiv erhöht werden, die Menschen im regulären Arbeitsmarkt unterzubringen statt sie in Behindertenwerkstätten zu beschäftigen&quot;.<br><br>Was schert es diesen Vertreter des „Extremismus der Mitte“, dass zeitgleich die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit feststellt, das Private und öffentliche Arbeitgeber in Schleswig-Holstein und Hamburg im Jahr 2007 zu wenig Schwerbehinderte beschäftigt und entsprechende Ausgleichsabgaben zahlen müssen. Zurzeit sind 4400 Schwerbehinderte in Schleswig-Holstein arbeitslos. Die gesetzliche Pflichtquote liegt bei fünf Prozent. In Schleswig-Holstein lag 2007 die Beschäftigtenquote bei 3,9 Prozent, in Hamburg bei 3,8 Prozent (Bundesdurchschnitt: 4,2 Prozent).<br><br></p>
<h3>Linke Alternativen</h3>
<p class="bodytext"><br>Die Kommunen sind relativ gesehen viel stärker von der Finanz- und Wirtschaftskrise betroffen, weil ihre Steuereinnahmen zu wesentlichen Teilen von der Gewerbesteuer auf Unternehmensgewinne abhängen. Wegen der Ausfälle werden die Kommunen zuerst die Investitionstätigkeit einstellen. Das ist schlimm genug, aber es geht noch weiter: Viele Kommunen werden schon bald ihre gesetzlichen Pflichtaufgaben nicht mehr wahrnehmen und leisten können.<br><br>DIE LINKE lehnt alle Versuche, die knappen Kassen auf Kosten der sozial Schwachen und Bedürftigen zu sanieren, ab. Wir müssen weg von der extrem konjunkturabhängigen Gewerbesteuer und hin zu einer Gemeindewirtschaftsteuer. Als wichtiger Schritt muss die Bemessungsgrundlage z.B. durch die Einbeziehung von gutverdienenden Selbstständigen wie Ärzten und Anwälten ausgeweitet werden. Als Sofortmaßnahme muss die Gewerbesteuerumlage von den Gemeinden an den Bund abgeschafft werden, damit die Gemeinden von ihren wenigen Einnahmen nicht auch noch Teile an den Bund abtreten müssen. <br></p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Landespolitik</category>
			<category>Wirtschaft</category>
			<category>Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 15:51:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>LINKE Frauen aktiv </title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/linke-frauen-aktiv/</link>
			<description>Am Samstag, den 20.Februar trafen sich in der Landesgeschäftsstelle erstmals wieder Frauen (und ein...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am Samstag, den 20.Februar trafen sich  in der Landesgeschäftsstelle erstmals wieder Frauen (und ein Mann),  um über die Frauenpolitik der Partei in Bund und Land zu diskutieren.  Die lebhafte Diskussion zeigte, wie notwendig dieses Treffen hier in  Schleswig-Holstein war.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Im Mittelpunkt der Diskussion stand die  Frage nach einer eigenständigen programmatischen feministischen Position   und Struktur in unserer Partei. Damit wurde die Diskussion auf  Bundesebene  aufgegriffen. Aus der programmatischen Diskussion entstand die Idee,  regelmäßig in den verschiedenen Kreisen Diskussionsabende anzubieten.  Der 1.Diskussionsabend zum Thema „Frauen in prekärer Beschäftigung“  findet am 13.April 2010 um 18 Uhr im Wahlkreisbüro in Neumünster,  Christianstr.32a statt. Eine ausführliche Einladung folgt.&nbsp;<br /> </p>
<p class="bodytext">Weitere Themen für die Diskussionsabende  sind z.B. „Arbeitsteilung in der Gesellschaft“, „Geschichte der  Frauenbewegung“ oder „Lebensweisen – linke Familienpolitik“,  aber auch ganz konkrete Themen wie die Finanzierung von Frauenhäusern  sollen aufgegriffen werden. Interessierte Kreisverbände wenden sich  bitte (gerne auch mit Themenwünschen) an <a href="mailto:Silke.Mahrt@web.de" >Silke.Mahrt@web.de</a>.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Am 26.6.2010 wird es ein Tagesseminar  zur „Vier in Eins-Perspektive“ von Frigga Haugg geben. Auch hier  erfolgt eine separate Einladung.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Für den Herbst ist zusammen mit dem  Land Brandenburg und eventuell auch Mecklenburg-Vorpommern eine Kampagne   zur „Gleichstellung im ländlichen Raum“ geplant. Auch hierzu wird  es Veranstaltungen in den Kreisen geben.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Leider wird die LINKE in diesem Jahr  keine zentrale Veranstaltung zum Internationalen Frauentag durchführen.  Doch alle Frauen (und Männer) sind aufgerufen, sich an den Aktionen  vor Ort zu beteiligen. Wir freuen uns auch, wenn einzelne Kreisverbände  Aktionen durchführen. Im nächsten Jahr jährt sich der Internationale  Frauentag zum 100. Mal. Für uns ein Grund, im nächsten Jahr groß  zu feiern.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Das nächste Treffen der LINKEN FRAUEN  wird sich dann intensiv mit den Strukturen für und von Frauen in der  Partei auf Bundes- und Landesebene auseinandersetzen. Ein Termin steht  noch nicht fest.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Frau in der Gesellschaft</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:42:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Widerstand gegen Fehmarnbelt-Querung geht weiter</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/widerstand-gegen-fehmarnbelt-querung-geht-weiter/</link>
			<description>Am 04.02.2010 trafen sich in Kiel die  beiden Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion Cornelia...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am 04.02.2010 trafen sich in Kiel die  beiden Bundestagsabgeordneten der Linksfraktion Cornelia Möhring und  Herbert Behrens mit Vertretern der Landtagsfraktion der LINKEN aus  Schleswig-Holstein  sowie Vertretern der Kreise Ostholstein und Plön, um über die weitere  Strategie zur Verhinderung der Fehmarnbeltquerung zu beraten. </p>
<p class="bodytext">Der wissenschaftliche Mitarbeiter von  Herbert Behrens, Malte Riechey, berichtete über die Aktivitäten des  Aktionsbündnisses gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung und den  derzeitigen  Planungsstand. Schnell war sich die Gruppe einig: Die  Fehmarnbelt-Querung  ist noch zu verhindern.</p>
<p class="bodytext">Hierfür gibt es mehrere Ansatzpunkte:  Zum einen ist die Wirtschaftlichkeit der Strecke nicht gegeben. Viele  Projekte dieser Größenordnung wie zum Beispiel die Transrapidstrecke,  die in erster Linie dem Prestige dienten, sind auch bei  fortgeschrittener  Planung noch an wirtschaftlichen Faktoren gescheitert. Die  Hinterlandanbindung,  die vom deutschen Steuerzahler finanziert werden muss, ist schon heute  nicht mehr bezahlbar, das Land Schleswig-Holstein und die Städte und  Kreise, die sich zum Beispiel an den Kosten für Lärmschutz und  Schienenquerungen  beteiligen müssen, sind hierzu finanziell überhaupt nicht in der Lage.</p>
<p class="bodytext">Die Wirtschaftlichkeitsberechnung der  Fehmarnbelt-Querung beruht auf einem ständigen Zuwachs von Güter-  und Personenverkehr auf der Schiene. Doch die Zahlen sind angesichts  der Wirtschaftskrise rückläufig. Das Projekt lohnt sich also nicht.</p>
<p class="bodytext">Der Widerstand der Bevölkerung in den  betroffenen Städten und Gemeinden wächst. Dabei geht es hier nicht  nur um Lärmschutz und Anbindung, sondern auch um massive wirtschaftliche   Einbußen durch Wertverlust von Gebäuden und besonders um Einbußen  im Bereich des Tourismus. Dieser ist der wirtschaftlich wichtigste  Faktor  in der Region.</p>
<p class="bodytext">Unter ökologischen Gesichtspunkten ist  die geplante Fehmarnbelt-Querung eine Katastrophe. So greift nicht nur  der Bau selbst stark in das Ökosystem ein, auch die langfristigen Folgen   sind gravierend. Durch die Brückenpfeiler wird der Wasseraustausch  zwischen Nord- und Ostsee gestört, die Brücke wird zur Todesfalle  für Zugvögel und die ohnehin stark bedrohte Schweinswalpopulation  wird den Eingriff in ihren Lebensraum wohl kaum überstehen. Die  ökologischen  Folgen einer Schiffshavarie auf dieser vielbefahrenen Wasserstraße,  die durch die zahlreichen Brückenpfeiler deutlich verengt wird, sind  kaum auszudenken. Dies wird auch zu einem Widerstand der anderen  Ostseeanrainer  führen. Gerade Finnland versucht momentan auf internationaler Ebene  einen besseren Schutz der Ostsee durchzusetzen.</p>
<p class="bodytext">Um dieses unnötige Großprojekt doch  noch zu verhindern und die Bevölkerung in ihrem Widerstand zu  unterstützen  hat die LINKE eine Projektgruppe zur FFBQ gebildet, die eng mit ihrer  Landtags- und Bundestagsfraktion zusammenarbeiten wird. Diese Gruppe  wird auch mit Vertretern an den Sitzungen des Aktionsbündnisses  teilnehmen.  Ferner soll versucht werden Verbindung zu den Linken in Dänemark  aufzunehmen,  um den Widerstand gegen die FFBQ auch nach Dänemark zu tragen.</p>
<p class="bodytext">Die folgenden Monate werden also im Bund  und im Land und in allen Kommunen Schleswig-Holsteins geprägt durch  den Kampf gegen eine feste Fehmarnbelt-Querung. </p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Wed, 17 Feb 2010 12:25:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Nach dem HARTZ IV-Urteil: &lt;br&gt; Es bleibt dabei: Hartz IV ist eine Zumutung für die Betroffenen!</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/nach-dem-hartz-iv-urteil-br-es-bleibt-dabei-hartz-iv-ist-eine-zumutung-fuer-die-betroffenen/</link>
			<description>Nach dem Spruch des  Bundesverfassungsgerichtes  zu HARTZ IV, aufzubringende Leistungen &quot;auf...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Nach dem Spruch des  Bundesverfassungsgerichtes  zu HARTZ IV, aufzubringende Leistungen &quot;auf der Grundlage verlässlicher  Zahlen und schlüssiger Berechnungsverfahren tragfähig zu rechtfertigen&quot;,   schlagen die schwarzgelben Koalitionäre in Berlin wie die Kesselflicker  auf einander ein. Sie kommt gegenwärtig aus den negativen Schlagzeilen  nicht heraus. FDP-Chef Westerwelle hatte in Scharfmacherpose behauptet,  die Diskussion trage sozialistische Züge. „Wenn man in Deutschland  schon dafür angegriffen wird, dass derjenige, der arbeitet, mehr haben  muss als derjenige, der nicht arbeitet, dann ist das geistiger  Sozialismus“,  erklärte er. Wer seinem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspreche,  sorge dafür, dass man alles verliere. </p>
<p class="bodytext">In Schleswig-Holstein ließ&nbsp; es sich der angeschlagene Partei- und Fraktionsvorsitzende der SPD,  Ralf Stegner nicht nehmen ordentlich aufs Blech zuhauen: Er bezeichnete  Westerwelle mit seinen Positionen &quot; als Jörg Haider der deutschen  Politik.&quot; Prompt bescheinigt ihm FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki  „unterirdisches Niveau“. Tatsächlich tragen Stegners Auslassungen  überhaupt nicht zur Auseinandersetzung bei. Hinter der Distanzierung  von der „Wortwahl“ durch Politiker der Union, Grünen und SPD bleibt  aber die Übereinstimmung, das HARTZ IV im Grunde ein richtiger  Politikansatz  sei, der nur hier und da „nachjustiert“ werden müsse.</p>
<p class="bodytext">So wird als Reaktion auf dieses   Urteil wird von der Regierung gleich der nächste Verfassungsbruch  vorbereitet:  Schon werden Leistungskürzungen beim Regelsatz zur Kompensation von  Härtefall-Neuregelungen angekündigt. Innenminister Thomas de Maizière  (CDU) mault gegen das Verfassungsgericht wegen &quot;übertriebener  Einzelfallbetrachtung&quot;. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble  (CDU) hat eine Anhebung der Hartz-IV-Sätze abgelehnt. Der Grundgedanke  von Hartz IV dürfe nicht aus den Augen verloren werden: &quot;Die notwendigen   Sozialleistungen dürfen die Aufnahme von Arbeit nicht unattraktiv  machen.&quot;</p>
<p class="bodytext">Zu Beginn des Jahres hatte  auch der Philosoph Peter Sloterdijk sein Leid über die hohe Besteuerung  einer Minderheit von &quot;Leistungsträgern&quot; geklagt. &quot;Die  oberen 10% der Steuerbürger leisten mehr als 50% der Einkommensteuern,  und die oberen 20% über 70.&quot; Diese Zahlen stammen aus dem Reichtums-  und Armutsbericht der Bundesregierung (Bundesministerium für Arbeit  und Soziales, Lebenslagen in Deutschland 2008).</p>
<p class="bodytext">Die obersten beiden  Einkommenszehntel,  die insgesamt 69,6% des Einkommensteueraufkommens tragen, verfügen  über 62,1% der gesamten Markteinkommen (DIW-Wochenbericht 13/2007,  S.195). Das oberste 1% verfügt nach den Berechnungen des DIW dabei  über 23,4%, die unteren 50% gerade noch über 2,53% der gesamten  Markteinkommen.  In den letzten zehn Jahren sind die Einkommensanteile der unteren 50%  deutlich zurückgegangen (1992 noch 5,42%), während die Einkommensanteile   der obersten 20% spürbar gestiegen sind (1992 &quot;nur&quot; 56,48%). </p>
<p class="bodytext">Die die wenigen Gutverdienenden   dieser Republik fühlen sich nicht gerecht behandelt. Und die Erkenntnis  der FDP aus ihrem demoskopischen Absturz lautet: Klientelpolitik im  Mäntelchen gesellschaftlicher Wohlstandsversprechungen klappt nicht  mehr. Deshalb wird die Bereicherung der Wenigen auch dann eingefordert,  wenn der Rest der Gesellschaft in Konkurs geht.</p>
<p class="bodytext">Schwieriger ist es in der  CDU/CSU,  wo der Ausgleich unterschiedlicher sozialer Interessen bewerkstelligt  werden muss. Dabei  spielt die frühere Familien- und jetzige  Arbeitsministerin  eine Schlüsselrolle. Sie agiert mit einer Mischung heimlicher  Missachtung  des Bundesverfassungsrechts und realitätstüchtig erscheinendem  „Pragmatismus“.  Frau von der Leyen will noch in dieser Woche einen Katalog mit  Härtefallbeispielen  von Langzeitarbeitslosen für die Jobcenter erstellen. Dabei geht es  nur &quot;um wiederkehrende, außergewöhnliche Belastungen&quot;. Kostspielige  Anschaffungen sollen auch künftig nicht zusätzlich vom Staat bezahlt  werden. Gemeint sind Belastungen etwa von Aids-Kranken oder Kosten für  Rollstuhlfahrer, die den Treppenflur nicht selbst reinigen. Mit solch  unmöglichen zynischen Vorschlägen versucht sie eine Anhebung des  Regelsatzes  zu verhindern. Von der Leyen instrumentalisiert Einzelfälle als Mauer  gegen die generelle Existenzsicherung von Langzeitarbeitslosen.</p>
<p class="bodytext">DIE LINKE fordert eine  Totalrevision  von Hartz IV. Die Konstruktionsfehler von Hartz IV und die Austrocknung  des von Rot-Grün im Zuge der Hartz-Gesetzgebung geschaffenen  Niedriglohnsektors,  sind nur durch eine bedarfsdeckende Mindestsicherung in Höhe von 500  Euro als Regelleistung für Erwachsene, eine eigenständige  Kindergrundsicherung  und einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 10 Euro zu  überwinden.</p>
<p class="bodytext">Was Westerwelles Suada vom  „geistigen Sozialismus“ betrifft, kann man Heiner Geissler nur  zustimmen:  Es muss schon ein &quot;Esel&quot; sein, der die Kritik an der massiven  Umverteilung von unten nach oben, der massenhaften Enteignung des  größten  Teils der Gesellschaft und die Strukturveränderungen in der  Arbeitsmarktpolitik  der letzten zehn Jahre in Richtung eines autoritären Kapitalismus als  &quot;sozialistische Diskussion&quot; versteht.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Soziales</category>
			
			
			<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 14:59:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
		<item>
			<title>Ökologische Plattform Schleswig-Holstein gegründet</title>
			<link>http://linke-sh.de/nc/presse/detail/zurueck/presse-8/artikel/oekologische-plattform-schleswig-holstein-gegruendet/</link>
			<description>Am 6.Februar 2010 hat sich in Kiel die  &quot;Ökologische Plattform.Schleswig-Holstein&quot; ...</description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="bodytext">Am 6.Februar 2010 hat sich in Kiel die  &quot;Ökologische Plattform.Schleswig-Holstein&quot;  gegründet. Nachdem auf dem Landesparteitag an dem Workshop  &quot;Umweltpolitik&quot;  schon über 25 Leute teilnahmen, trafen sich am 6. Februar im Landesbüro  etliche Mitglieder und Mandatsträger aus SH, um die ökologische  Plattform  SH zu gründen. </p>
<p class="bodytext">Ansprechpersonen sind: Silke Mahrt, Amselweg 7, 23843 Bad Oldesloe, Tel. 04531 85943 silke.mahrt@web.de und Dettmer Grünefeld, Bendixenweg 6, 24975 Ausacker, T. 04633 966624 ,  dettmergruenefeld@hotmail.com<br /></p>
<p class="bodytext">Die neu gegründete „Ökologische Plattform.Schleswig-Holstein“  trifft sich an jedem zweiten Samstag im Monat ab 9.30 Uhr in der  Landesgeschäftsstelle  in Kiel. Dabei haben sich die Gründungsmitglieder zwei Schwerpunktthemen   vorgenommen. Zum einen soll mittelfristig ein eigenständiges  ökologisches  Profil für die LINKE in Schleswig-Holstein erarbeitet werden. Hier  fand bereits eine breite Diskussion statt, in der einige Eckpunkte  erarbeitet  werden konnten. Wichtig ist für uns, Ökologie als Querschnittsaufgabe  wahrzunehmen, die sowohl die klassischen Bereiche wie Naturschutz,  Energiepolitik  und Landwirtschaft als auch Aspekte wie Änderung der  Produktionsverhältnisse,  Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und internationale Solidarität  umfasst. Bei jeder Sitzung soll dieser Bereich weiter vertieft und  konkretisiert  werden.&nbsp;</p>
<p class="bodytext">Im Mittelpunkt unserer Arbeit sehen wir  jedoch die praktische ökologische Politik und die Unterstützung unserer  Fraktionen im Land, in den Kreisen und Kommunen. So wollen wir Themen  aufgreifen, die jetzt im Land und den Kommunen aktuell sind. Dafür  sind wir auf Informationen aus den Kommunalparlamenten angewiesen. Hier  dient die Ökologische Plattform.Schleswig-Holstein auch dem  Erfahrungsaustausch.  Daher war es sehr erfreulich, dass zu den Gründungsmitgliedern auch  viele Mandatsträger gehörten.&nbsp;<br /></p>
<p class="bodytext">Auf ihrer nächsten Sitzung am 13.März  wird sich die Ökologische Plattform.Schleswig-Holstein mit dem Thema  „Fehmarnbeltquerung“ beschäftigen. Hier werden Fragen der  Verkehrspolitik,  des Schutzes der Ostsee und des Tourismus im Mittelpunkt stehen. Alle  interessierten Genossinnen und Genossen sind herzlich eingeladen an  unseren Sitzungen teilzunehmen und der Ökologischen  Plattform.Schleswig-Holstein  beizutreten.</p>]]></content:encoded>
			<category>DIE LINKE. Schleswig-Holstein</category>
			<category>Umwelt</category>
			
			
			<pubDate>Thu, 11 Feb 2010 11:20:00 +0100</pubDate>
			
		</item>
		
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